Darauf muss man bei Motorradhelmen achten – Je nach Typ andere Vorteile

Seit 45 Jahren bereits besteht auf Motorrädern eine Helmpflicht – für Fahrer und Beifahrer. Cross-, Jet-, Integral- oder Klapphelm: Es gibt ganz verschiedene Typen. Jeder hat andere Vorzüge. Ein Überblick.

Kein Dach überm Kopf und keine Knautschzone: Motorradfahrer leben gefährlich. Als einziger Schutz dient ihre Sicherheitsausrüstung. Dazu zählt der Motorradhelm. Seit 1976 besteht auf Motorrädern, die mehr als 20 km/h schnell fahren, eine Helmpflicht für Fahrer und Beifahrer.

Die Auswahl an Helmen, Marken, Farben und Systemen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. „Vor allem bei Sicherheit, Aerodynamik, Aeroakustik und Qualität sind moderne Helme mit ganz alten nicht mehr zu vergleichen“, sagt Jörg Lohse, stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift „Motorrad“.

Harte Schale – weicher Kern

Neue Norm: Welche Fristen gelten für Helmhersteller?Seit dem 1. Januar 2021 können Hersteller nach der neuen Norm ECE-R 22.06 zertifizieren lassen, so der TÜV Rheinland. Die neue soll die bisherige, 20 Jahre alte Norm ECE-R 22.05 mittelfristig ersetzen. Ab dem 3. Juni 2022 werden nur noch Genehmigungen nach ECE-R 22.06 erteilt. Ab dem 3. Juni 2023 darf das Genehmigungszeichen gemäß ECE-R 22.05 nicht mehr angebracht werden (Produktionsverbot).
Ein Verkaufsverbot für nach der alten Norm genehmigten Helme gilt ab dem 3. Januar 2024. Das gilt nur für Anwenderstaaten, die die ECE-R 22 obligatorisch in nationales Recht umgesetzt haben, so die Prüforganisation. Die ersten Modelle haben bereits eine Genehmigung nach ECE-R 22.06.
Was ist anders an der neuen Norm? „Wesentliche Punkte sind die geänderten Anforderungen an die Stoßdämpfungseigenschaften“, erläutert Prüfingenieur und Motorradexperte Peter Schaudt vom TÜV Rheinland. Helme gemäß der neuen Norm würden umfangreicher geprüft. Ob diese Anforderungen nicht auch von den „alten“ Helmen zufriedenstellend erfüllt würden, könne man nur im Einzelfall nachprüfen.

Zwar sei das Grundprinzip geblieben, dämpfender Schaumstoff im Inneren und harte Schale außen, die Materialien hätten sich aber stark verändert. „Moderne Helme nehmen Stöße besser auf, aus hohen und niedrigen Geschwindigkeiten. Dazu sind sie leiser und lassen sich bequemer tragen“, erklärt Jörg Lohse.

Zudem bieten unterschiedliche Hersteller verschiedene Passformen an, so dass Motorradfahrer aus einer großen Auswahl ein passendes Modell finden können. „Die Passform ist entscheidend. Ein guter Helm muss richtig und bequem sitzen, wie ein Turnschuh“, sagt Jörg Lohse. Er rät deshalb bei einem Kauf unbedingt zum Anprobieren und zur Probefahrt. Viele Händler bieten dafür Testhelme an.

Geringes Gericht und guter Durchblick

Obwohl es Standardgrößen gibt, fallen Helme laut Jörg Lohse unterschiedlich groß aus, da das Innenleben mit der Polsterung unterschiedlich geformt sei. Außerdem lasse sich die Aeroakustik nur bei Fahrt kontrollieren. Da jede Maschine andere Windverwirbelungen am Helm produziere, sollten Interessenten diesen dabei auf Vibrationen und Geräusche hin testen. „Der Helm darf nicht flattern, vibrieren und das Visier muss gut schließen.“

Käufer achten am besten auch auf ein möglichst geringes Gewicht und die noch gültige ECE-Norm 22.05 oder die neue Norm 22.06. Auch wichtig: Ein beschlagfreies Doppelvisier und Sonnenblenden für Visiere, die auch bei schwierigen Lichtverhältnissen einen klaren Durchblick ermöglichen. Zur aktiven Sicherheit zählen auch klare Sichtverhältnisse, gute Belüftung für komfortablen Sitz und geringes Gewicht für einen ermüdungsfreien Tragekomfort.

Manche Hersteller entwickeln ihre Helme selbst

Zu den bekannten Marken zählen unter anderem Arai, Shoei, Bell, Nolan, Levior, HJC, X-Lite, Shark und Schuberth. Ducati und Harley-Davidson lassen Helme anfertigen, Harley-Davidson seit 1958.

BMW Motorrad startete 1975 zunächst eine Kooperation mit dem Helmhersteller Römer. Der auffällige Helm in Orange kam ins BMW-Programm. „Nebenbei entwickelte BMW neue Fahrertrainings und ab 1978 Schutzkleidung und Zubehör. Dazu kommt 1981 ein neuer Helmtyp: der Klapphelm“, sagt BMW-Archivleiter Fred Jakobs. Die Grundidee des nun in Eigenregie entwickelten Systemhelms I: Die Bequemlichkeit eines offenen Jethelms mit der Sicherheit eines Vollintegralhelms zu verbinden. Dafür lässt sich das frei gelagerte Kinnteil des Helms nach oben verschieben.

Vor allem bei Brillenträgern und Rauchern kam die neue Variante gut an. Im Vergleich zu Integralhelmen mussten die Brillenbügel nicht mühsam zwischen Ohren und Helm gequetscht werden. Mit einer speziellen Arretierung ließ sich das Kinnteil beim Klapphelm oben fixieren, so dass der Helm offen gefahren konnte – oder das Kinnteil ließ sich mit zwei Handgriffen leicht demontieren. Nachteil: Die Helme waren schwerer und größer als reine Integralhelme. BMW ließ sich das System patentieren, war damit 20 Jahre lang exklusiver Hersteller. Der Klapphelm ist in aktuell siebter Generation immer noch im Helmprogramm der Bayern, nächstes Jahr soll eine neue folgen.

Integralhelme umschließen den Kopf am besten

Von den verschiedenen Typen wie Jet-, Klapp- oder Vollintegralhelmen hält Jörg Lohse die Klapp- oder Vollintegralhelme für besonders sicher. Vorteil beim Klapphelm: Je nach Situation wird das Sichtfeld erweitert und das Auf- und Absetzen des Helmes wird erleichtert. Andererseits kann er den Gesichtsschutz eines Integralhelms bieten, wenn er geschlossen ist.

Die einfachste und sicherste Befestigung am Kinn ist seiner Meinung nach der Doppel-D-Ring, weil der Helm bei jedem Verschließen genau richtig fixiert wird. Dabei zieht der Fahrer einen Riemen durch zwei Ösen, so dass der Riemen gespannt wird. Der Experte empfiehlt Vielfahrern einen Helmneukauf nach drei bis fünf Jahren, bei Wenigfahrern nach fünf bis sieben Jahren. Nach einem Sturz sollte er getauscht werden. Auch wenn der Helm nur von der Sitzbank auf den Boden knallt.

 

Assistenzsysteme für Motorräde

Moderne Bikes haben nicht nur ABS an Bord. Es gibt immer mehr elektronische Helfer – vom Tempomat über Traktionskontrolle bis zur Hinterrad-Abhebe-Kontrolle. Der ADAC stellt die Assistenzsysteme für Motorräder vor.

Kurven fahren – der vielleicht schönste Grund, auf ein Motorrad zu steigen. Bis zu dem Moment, wo es in der Kurve heißt: Sofort bremsen – aus welchem Grund auch immer. Plötzlich richtet sich das Bike auf und verlässt die angepeilte Kurvenlinie Richtung Gegenverkehr oder Straßengraben. Oder die Reifen verlieren ihre Traktion, das Motorrad rutscht unkontrolliert weg.

So war es zumindest früher, als es noch keinerlei Assistenzsysteme für Motorräder gab. Inzwischen, mit kurventauglichem ABS, sind Notmanöver in Schräglage durchaus beherrschbar – vorausgesetzt, man hat das System an Bord und „Schreckbremsungen“ in der Kurve oft genug geübt. Das „Kurven-ABS“ bedeutete nach dem „klassischen“ Antiblockiersystem einen Quantensprung in Sachen Motorrad-Fahrsicherheit.

Gesetzlich ist das herkömmliche und nur bei Geradeaus-Fahrt wirksame ABS bei neuen Maschinen seit Anfang 2017 Pflicht. Doch die Hersteller statten ihre Modelle längst mit weiteren, teils hocheffektiven Assistenzsystemen aus. Diese kann man in zwei Gattungen unterteilen:

  • Sicherheitssysteme zur Verringerung des Unfall- oder Verletzungsrisikos (z.B. ABS, kurventaugliches ABS, kurventaugliche Traktionskontrolle)

  • Komfortsysteme zur Entlastung des Fahrers und zur Verbesserung der Ergonomie (z.B. Tempomat, per Schalter einstellbare Feder-Dämpfer-Systeme)

Unterschiede bei Assistenzsystemen in Auto und Motorrad

Ein Auto steht stabil auf vier Rädern und ist als zweispuriges Fahrzeug in den meisten Fahrsituationen nicht vom Umkippen bedroht. Ganz anders das Motorrad: Im Stand „kippelig“, stabilisiert es sich erst nach dem Losfahren durch die Drehbewegung der Räder. Ein aktiver Eingriff in Bremse oder Lenkung (wie beim Auto z.B. beim Notbrems- oder Spurhalte-Assistent) ist beim Motorrad also nur bedingt möglich. Kommt er für den Biker unerwartet, kann sich die kritische Situation eher verschärfen als auflösen.

Viele Assistenzsysteme in Motorrädern haben deshalb warnenden Charakter oder sie beeinflussen und optimieren Fahrmanöver am Rand der physikalischen Grenzen in einer so fortgeschrittenen Phase, dass eine rettende Reaktion des Fahrers nicht mehr möglich erscheint. Trotzdem bieten Ducati und KTM als erste Hersteller aktuell eine radargestützte, adaptive Geschwindigkeitskontrolle an, die sogar Bremsungen mit Verzögerungen von bis zu 0,5 g einleitet. Dies ist eine neue Qualität der Assistenz für den Fahrer.

Viele der modernen, direkt eingreifenden Assistenzsysteme nutzen ausgefeilte Sensoren zur Bestimmung der Kräfte, die auf das Motorrad einwirken. Daraus werden die anderen relevanten Größen abgeleitet.

Das leisten Assistenzsysteme

Assistenzsysteme sind nie als technische Aufforderung gedacht, ein höheres Risiko einzugehen. Das Gegenteil ist der Fall: Sie sollen das bestehende Risiko des Motorradfahrens verringern.

In den folgenden Tabellen werden auch jene Systeme aufgeführt, mit denen sich Motorleistung, Gasannahme oder Fahrwerk an besondere Bedingungen wie z.B. Regen anpassen lassen.

1. Sicherheitssysteme für Motorräder

Bezeichnung

Wirkung

Sicherheitspotenzial

Standard-ABS (vorrangig für Geradeausbremsung)

Seit 2017 Pflicht, verhindert vor allem bei Geradeausfahrt einen Sturz durch Notbremsung mit blockierten Rädern

Sehr hoch

Kurventaugliches ABS

Wie Standard-ABS, zusätzlich anwendbar in starker Schräglage, verhindert das Aufrichten der Maschine inkl. Verlassen der Fahrlinie und ein Wegrutschen der Räder (im Rahmen der physikalischen Grenzen)

Sehr hoch

Hinterrad-Abhebe-Kontrolle (Stoppie-Kontrolle)

Verhindert beim starken Bremsen das Abheben des Hinterrades, im Extremfall einen Fahrzeugüberschlag. Funktion ist in guten ABS teilweise integriert

Hoch

Kombi- oder Integral-Bremssystem

Bremskreise für Vorder- und Hinterrad sind ganz oder teilweise verknüpft, Bremshebel wirkt auch auf die Bremse des anderen Rades. Sorgt für bessere Bremsstabilität und schnelleren Bremseinsatz

Hoch

Wheelie-Kontrolle

Verhindert das Abheben des Vorderrades beim zu heftigen Beschleunigen. Motorkraft wird ggf. begrenzt

Hoch

Kurventaugliche Schlupfkontrolle

Sichert bei Kurvenfahrt den Grip des Hinterrades durch etwaige Begrenzung der Motorkraft, besonders bei sportlicher Fahrweise

Hoch

Standard-Schlupfkontrolle

Sichert Grip und Führung des Hinterrades bei Geradeausfahrt, „Durchdrehen“ wird verhindert

Mittel

Anti-Hopping-Kupplung, Motorbremsmoment-Kontrolle

Verhindert beim Runterschalten oder Gaswegnehmen ein kurzzeitiges Blockieren des Hinterrades, sichert damit Grip und Führung des Hinterrads vor allem beim Anbremsen vor engen Kurven

Mittel

Automatische, dynamische Anpassung des Feder-Dämpfer-Systems

Verbessert den Kontakt der Räder auf unebenem Untergrund bei sportlicher Fahrweise, erhöht Fahrstabilität bei sehr dynamischen Fahrmanövern (z.B. starkes Beschleunigen und Bremsen)

Mittel

Abstandsradar (z.B. Adaptive Cruise Control)

Überwacht fortlaufend den Abstand zu anderen Fahrzeugen, vorrangig nach vorne gerichtet. Funktion ähnlich wie bei Pkw, Steuerung der Motorleistung, autonome Bremsung bis 0,5 g

mittel, dient vorrangig dem Komfort

Totwinkel-Assistent / Side-View-Assistent (Radargestützt, ähnlich wie Abstandsradar)

Warnt vor seitlich fahrendem Fahrzeug, das man beim Spurwechsel übersehen könnte

Mäßig

Verschiedene Fahrmodi

Motorcharakteristik kann Witterung und Straßenverhältnissen angepasst werden, auch Off-Road-Modus möglich. Umfasst oft auch Einstellungen von Bremse und Fahrwerk. Sicherheitsgewinn hängt von den Fahrgewohnheiten ab

Unterschiedlich

Blinkendes Bremslicht

Bei Vollbremsung blinkt das Bremslicht, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen

Mäßig

Reifendruckkontrollsystem

Warnt bei Druckverlust im Reifen. Kann bei korrekter Fahrerreaktion das Unfallrisiko verringern

Mäßig

Berg-Anfahr-Hilfe

Klemmt an starken Steigungen die Hinterradbremse bis zum Anfahren fest

Mäßig

(Adaptives) Kurvenlicht

Leuchtet die Straße bei Kurvenfahrt besser aus als Standardlicht. Sicherheitsgewinn nur bei häufigen Nachtfahrten

Mäßig

Warnblinkanlage

Wie Pkw, sinnvoll z.B. bei Pannen oder an Stauenden

./.

Notruf-System / eCall

Vergleichbar Pkw, automatischer Notruf bei Ereignissen, die das System als Unfall interpretiert

./.

2. Komfortsysteme für Motorräder

Bezeichnung

Wirkung

Automatikgetriebe

Macht Kuppeln und Schalten überflüssig

Schaltautomat

Ermöglicht das Schalten ohne zu kuppeln

Elektronische Fahrwerkseinstellung

Federvorspannung und Dämpfungseigenschaften können per Knopfdruck angepasst werden

Rückfahrhilfe

Erleichtert das Manövrieren schwerer Maschinen

Neue Assistenzsysteme – ein Ausblick

Weitere Maßnahmen und Systeme zur Verbesserung der Motorradsicherheit werden sich mit zunehmender Vernetzung der Fahrzeuge untereinander ergeben. Dabei spielt die Vehicle-2-X-Kommunikation eine wichtige Rolle. Sie kann Risikopotenziale frühzeitig erkennen und entsprechende Warnungen erzeugen. Dadurch können mögliche Konfliktsituationen reduziert und somit die Motorradsicherheit zum Beispiel in Kreuzungs- und Einmündungsbereichen erhöht werden.

Tipps für den Motorradfahrer

Machen Sie sich intensiv mit der Wirkung, Funktionsweise und den Einstellmöglichkeiten von Assistenzsystemen und Sicherheitsausstattungen Ihrer Maschine vertraut. Das bedeutet: Die Bedienungsanleitung ist Pflichtlektüre. Lassen Sie sich außerdem vom Händler Ihres Vertrauens die Systeme genau erklären.

Mit ABS – und ganz besonders mit modernem Kurven-ABS – muss man im Notfall richtig umgehen können, um den Sicherheitsgewinn auch wirklich nutzen zu können.

Die ADAC Experten empfehlen: Machen Sie in regelmäßigen Abständen ein passendes Sicherheitstraining. Bei modernen Bremssystemen müssen Sie Fahrgewohnheiten ändern, um optimal reagieren zu können.

Quelle: ADAC

Kupplung testen – so gehen Sie vor

Eine Kupplung sollte in regelmäßigen Abständen geprüft werden. Wie Sie ihre Kupplung selbst testen oder einen Defekt schnell erkennen, erfahren Sie hier:

Die Kupplung ist das Bindeglied zwischen dem Getriebe und dem Motor. Ohne sie könnte kein neuer Gang eingelegt werden und das Auto wäre nicht mehr fahrtauglich. Trotzdem gehört sie zu den Verschleißteilen und muss in regelmäßigen Abständen geprüft oder gar repariert werden. Wie Sie ihre Kupplung selbst testen oder einen Defekt schnell erkennen, erfahren Sie in unserem Ratgeber genauer.

Anzeichen für eine defekte Kupplung
Eine defekte Kupplung stellt keine Verbindung mehr zu Motor her. Das heißt:
die Gänge lassen sich nicht mehr richtig wechseln und einlegen. Wer hier kraftvoll vorgeht, richtet möglicherweise noch weiteren Schaden am Fahrzeug an. Deshalb sollte schon bei den ersten Anzeichen eine Werkstatt aufgesucht werden.
Dazu gehören:

• ruppiger Gangwechsel
• unsanftes Anfahren
• ungewöhnliche Geräusche beim Kuppeln
• Kupplung scheint nicht zu greifen
• Geruchsentwicklung

In modernen Fahrzeugen scheinen die Bauteile der Kupplung sehr langlebig. Eine falsche Fahrweise verkürzt allerdings das Leben der Bauteile und sorgt für einen enormen Verschleiß. Eine kaputte Kupplung geht deshalb häufig auf die Kosten des Fahrers. Vielleicht wurde das Kupplungspedal nicht richtig getreten oder sogar während der Fahrt permanent betätigt. Außerdem tun kurze Stopps ohne Leerlauf der Kupplung nicht gut. Beim Gangwechsel sollte sie nicht schleifen und auch ein Zwischengas ist nicht mehr notwendig.

Greift die Kupplung nicht mehr richtig, lässt sich das relativ schnell feststellen. Die Kraft kann dann nicht mehr richtig an den Motor übertragen werden. Wer die Anzeichen zeitig erkennt, braucht nicht die komplette Anlage wechseln. Passende Einzelteile für nahezu jeden Fahrzeugtypen gibt es beim Online-Händler Daparto.de. Über 150 gewerbliche Händler werden mit ihren Angeboten in einem Preisvergleich gegenübergestellt. Die spezifische Suchmaske macht den Ersatzteilkauf noch einfacher und hilft beim Sparen.

In 7 Schritten die Kupplung testen

Als geübter Autofahrer können Sie die Kupplung selbst testen. Allerdings ist Vorsicht geboten, um wichtige Teile nicht zu beschädigen. Es empfiehlt sich mit dem ersten Verdacht ein Besuch in der Werkstatt. Andernfalls bieten sich folgende sieben Schritte an:

1. Stellen Sie das Fahrzeug auf einen ebenen Untergrund.
2. Es dürfen während des Tests keine anderen Verkehrsteilnehmer beeinträchtigt werden. Am besten eignet sich in leerer Parkplatz oder ein großer Hof.
3. Stellen Sie nun die Handbremse fest.
4. Lösen Sie den Gang, sodass sich das Fahrzeug im Leerlauf befindet.
5. Jetzt kann der Motor gestartet werden.
6. Legen Sie nun den höchsten Gang des Fahrzeugs ein.
7. Betätigen Sie das Gaspedal und lösen Sie die Kupplung sanft.

Was passiert?
Geht der Motor nach dem letzten Schritt sofort aus, dann brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Die Kupplung hat den Test bestanden. Stirbt der Motor aber beim Einkuppeln nicht sofort ab und läuft weiter, so handelt es sich um einen Defekt. Spätestens jetzt sollten Sie das Fahrzeug in der Werkstatt vorstellen.

Weitere Hinweise zum Test
Übrigens bleibt die Handbremse während des gesamten Tests angezogen, damit das Fahrzeug sich möglichst nicht von der Stelle bewegt. Legen Sie keinen zu niedrigen Gang ein. Es sollte sich mindestens um den dritten Gang handeln, da sonst die Schäden an der Kupplung noch verstärkt werden. Außerdem ist nicht immer ein kompletter Wechsel notwendig, manchmal genügt das Nachstellen in der Werkstatt.

Kupplung schonen während der Fahrt
Für ein möglichst langes Leben der einzelnen Bauteile kann die Kupplung während der Fahrt geschont werden. Das heißt beim Schalten: immer das Pedal vollständig durchdrücken. Nur mit gedrücktem Pedal lösen sich Kupplungsscheibe und Schwungscheibe voneinander. Andernfalls reiben die Metallteile aneinander und der Verschleiß steigt. Außerdem sollten die einzelnen Schritte beim Schalten genau eingehalten werden. Erst das Pedal treten, dann in den nächsten Gang wechseln und dann das Pedal wieder loslassen. Wer mit permanent schleifender Kupplung fährt, wird sich schneller in der Werkstatt vorstellen können, als gedacht. Beim Anfahren am Berg wird die Kupplung auch enorm belastet. Gerade Strecken sind also für das Fahrzeug und die Bauteile deutlich schonender.

Was kostet der Kupplungswechsel?
Bei vielen modernen Fahrzeugen lohnt sich die Reparatur von Einzelteilen nicht mehr. Die Kupplung wird getauscht. Die dafür notwendigen Ersatzteile gibt es als kompletten Satz und kosten zwischen 200 und 400 Euro. Der Preis wird aber durch den enormen Montageaufwand noch weiter in die Höhe getrieben. Hier gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Fahrzeugtypen. Bei manchen Autos muss nämlich der gesamte Motor ausgebaut werden, um an die Kupplung zu kommen. Andere Fahrzeuge sind in etwa drei bis vier Stunden komplett repariert.

Ladungssicherung: Ladung im Auto richtig verstauen

Was ist bei einer Ladungssicherung im Auto zu beachten? Schwere Gegenstände aus Baumarkt oder Möbelhaus können zu einem Risiko für die Insassen werden, wenn man sie ungesichert im Auto transportiert. Das zeigt jetzt ein Crash-Test des Autoclubs ADAC mit einem vollbeladenen VW Golf V Variant bei Tempo 45: einmal mit gesicherter und einmal mit ungesicherter Ladung.

Das warnende Ergebnis:  Bei ungesicherter Ladung hätten die Insassen keine Chance gehabt, das Fahrzeug ohne schwere Verletzungen zu verlassen. Die Möbelpakete reißen die Vordersitze teilweise aus den Verankerungen und treffen Fahrer und Beifahrer. Herumfliegende Kleinteile prallen im Crash-Test so hart auf den Kopf des Fahrers, dass dieser im Ernstfall lebensbedrohlich verletzt worden wäre. Die Ladung von 145 kg wird bereits bei der Crash-Geschwindigkeit von 45 km/h zum lebensgefährlichen „Geschoss“.

Die gute Nachricht:
Werden alle schweren Gegenstände mit Gurten fixiert und die Kleinteile richtig platziert, haben Fahrer und Beifahrer durch die Ladung im Crash-Test kein erhöhtes Risiko. Im Crash-Test halten die Spanngurte die Ladung sicher zurück, auch Kleinteile können durch die sinnvolle Platzierung nicht zum „Geschoss“ werden. Zusätzlich hätte das verwendete Gepäcknetz Kleinteile von der ersten Sitzreihe ferngehalten.

Der Automobilclub ADAC empfiehlt Autofahrern, sich nach einem Einkauf in Baumarkt oder Möbelhaus ausreichend Zeit für die Ladungssicherung zu nehmen. Schwere Gegenstände sollten im Kofferraum möglichst weit unten verstaut werden, bei passender Größe auch im Fußraum. Jede Ladung muss mit geeigneten Spann- und Zurrgurten fixiert werden. Die Rücksitzlehne kann durch diagonal geschlossene Gurte zusätzlich abgesichert werden.

Lose Teile sollten in Boxen verstaut werden. Produkte wie Gläser oder Teller, die bei einem Unfall zerbrechen können, sollten in Decken eingewickelt werden. Ladung, die aufgrund ihrer Länge nicht vollständig in den Innenraum passt, sollte immer nur in einem geeigneten Anhänger oder Transporter befördert werden. Die Ladung sollte nie in den Bereich der vorderen Sitzreihe hineinragen.

Ladungssicherung gemäß StVO:
Autofahrer, die mit ungesicherter Ladung im Verkehr erwischt werden, müssen mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 35 Euro rechnen. Bei einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder einem Unfall werden ein erhöhtes Bußgeld und ein Punkt in Flensburg fällig.
Bei einem Unfall mit Verletzungen oder gar Todesfolge, der auf unzureichend gesicherte Ladung zurückzuführen ist, können sich Verkehrsteilnehmer sogar der fahrlässigen Körperverletzung oder Tötung schuldig machen.

Mit dem Motorrad fit in den Frühling

Vor den ersten Touren sollten Biker sich und ihr Fahrzeug gut vorbereiten. Neben funktionierender Technik und guter Sicherheitsausrüstung ist aber auch gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr notwendig. Das sollten Sie beachten.

Vor der ersten Fahrt: Technik gründlich checken

  • Das Motorrad gründlich reinigen und auf Fehler oder Roststellen überprüfen.
  • Batterie prüfen, ist sie ausreichend gefüllt und geladen?
  • Motoröl, Bremsflüssigkeit und Kühlmittel überprüfen und bei Bedarf nachfüllen.
  • Lichtanlage und elektronische Anlage, z.B. Kupplungs- und Seitenständerschalter, testen.
  • Antriebskette korrekt spannen und schmieren.
  • Bremsbeläge und Bremswirkung prüfen.
  • Profilzustand und Luftdruck der Reifen prüfen.
  • Wer in der beginnenden Saison mehr Motorrad fahren möchte als bisher, sollte auf das Reifenherstellungsdatum achten. Liegt es fünf Jahre oder mehr zurück, sollte der Reifensatz ausgetauscht werden.
  • Eventuelle Mängel vor Fahrtbeginn reparieren lassen.
  • Gegebenenfalls die Schwimmerkammern der Vergaser entleeren. Benzinhahn öffnen und frischen Kraftstoff in den Vergaser füllen.

Auf die richtige Motorradkleidung kommt es an

Die Voraussetzung für sicheres Motorradfahren ist die richtige Kleidung. Neben Helm und Handschuhen sind eine warme Kombi sowie Nierengurt bzw. Rückenprotektor zu empfehlen. Kontrastreiche Kleidung macht Motorradfahrer für andere Verkehrsteilnehmer besser sichtbar. Ihr Anti-Beschlag-Visier sollten Sie auf Kratzer untersuchen und gegebenenfalls austauschen.

Tipps für die erste Fahrt

Nicht nur die Maschine braucht nach der Winterpause eine Auffrischung, auch der Fahrer sollte nicht ohne Vorbereitung wieder aufsteigen. Wichtig ist, dass Sie sich vor Saisonbeginn wieder mit Ihrem Motorrad vertraut machen. Die erste Fahrt sollten Sie auf einer wenig befahrenen Straße durchführen, um die Bremsen nochmals im Fahrbetrieb zu testen und das Fahren in Schräglage oder das Ausweichen wieder aufzufrischen. Denken Sie daran, dass nach der langen Winterpause auch die eigene Fitness oft noch zu wünschen übrig lässt. Also lassen Sie es lieber etwas ruhiger angehen. Lange und anspruchsvolle Ausflüge wie Berg- und Passfahrten sollten Sie anfangs vermeiden.

Autofahrer haben Motorradfahrer noch nicht im Blick

Nicht nur Motorradfahrer müssen sich wieder ans Fahren und an ihre Maschine gewöhnen, auch für Autofahrer ändert sich nun die Verkehrslage. Bei den ersten Ausflügen sollten Zweiradfahrer deshalb möglichst defensiv fahren, denn oftmals unterschätzen Autofahrer ihre Geschwindigkeit und ihr Beschleunigungsvermögen noch. Für viele Autofahrer ist es schwierig, sich bei Ausweich- und Bremsmanövern in die Motorradfahrer hineinzuversetzen. Darum sollten alle Verkehrsteilnehmer zu jeder Zeit rücksichtsvoll und vorausschauend fahren.

Eine defensive Fahrweise ist auch deshalb angebracht, weil es vor allem in Waldstücken und auf Brücken morgens noch feuchte und eisglatte Straßenabschnitte geben kann. Vielerorts sind die Straßenoberflächen durch den Frost aufgerissen, sodass sich zum Teil große und tiefe Schlaglöcher bilden. Diese sowie liegen gebliebener Rollsplitt können für Zweiradfahrer gefährlich werden.

Neue Motorrad-Trainings für sicheren Fahrspaß

Die Teilnahme an einem Motorradtraining ist ein idealer Start in die Motorradsaison. Seit 2018 warten neben den bekannten ADAC Motorrad-Trainings vier „BMW Motorrad RIDES powered by ADAC“-Trainings auf alle Biker. Die Programme werden bundesweit auf ADAC Trainingsanlagen angeboten. Mit den „BMW Motorrad RIDES powered by ADAC“ ist für Anfänger und Profis Sicherheit und Fahrspaß garantiert. Die Trainings finden für Kleingruppen zwischen 6 und 12 Personen auf verschiedenen aktuellen BMW-Motorrad-Modellen statt. Erfahrene Instruktoren des ADAC sorgen für das optimale Verhältnis von Lernen und Spaß.

Quelle: ADAC

Motorradreifen-Freigabe: Das Ende der Unbedenklichkeitsbescheinigung

Das ändert sich hinsichtlich der Motorradreifen-Freigabe und der Unbedenklichkeitsbescheinigung: Auf wichtige Änderungen bei der Bereifung von Motorrädern weist der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WdK) hin.

Anders als früher kann eine herstellerseitige Bereifungsempfehlung oder Unbedenklichkeitsbescheinigung nicht länger als alleiniger Nachweis über eine gefährdungsfreie Montage mit abweichender Dimension oder Bauart herangezogen werden.
Vielmehr ist nun eine kostenpflichtige Begutachtung erforderlich bei Reifen, die seit Beginn des Jahres hergestellt wurden, sowie von 2025 an bei allen Reifen mit abweichender Dimension oder Bauart.Bisher durften bei Motorrädern viele Reifenkombinationen, die nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen sind, ohne Eintragung oder Abnahme durch technische Dienste gefahren werden, wenn eine vom Reifenhersteller ausgestellte Unbedenklichkeitsbescheinigung mitgeführt wurde.

Nun ist festgelegt, dass für Bereifungen in originalen Reifengrößen eine Reifenfreigabe rechtlich nicht erforderlich ist. Für Bereifungen mit geänderter Reifengröße oder Bauart sieht die Neuregelung vor, dass eine unverzügliche Vorführung des Motorrades für eine Begutachtung nach Paragraph 21 der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) erforderlich ist.
Anderenfalls erlischt die Betriebserlaubnis des Motorrads. Zu deren Wiedererlangung ist dann eine Vorführung und Abnahme bei technischen Diensten und eine anschließende Eintragung in die Fahrzeugpapiere erforderlich.
Dies ist im Gegensatz zur bisherigen Regelung für den Endverbraucher mit Kosten für die Begutachtung und die Änderung der Fahrzeugpapiere verbunden.

Wie Stephan Rau, Technischer Geschäftsführer beim WdK, erläutert, werden die Reifenhersteller ihre Bescheinigungen zukünftig in „Serviceinformationen“ und „Herstellerbescheinigungen“ unterteilen. „Die Serviceinformation gilt als Nachweis der Eignung einer Bereifungskombination für Motorräder mit EU-Typgenehmigung, wenn die Reifengröße bzw. -bauart in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist. Diese Bereifungen sind also nicht eintragungspflichtig.

Bereifungsmöglichkeiten mit abweichender Reifengröße oder Bauart werden künftig in der neu definierten Herstellerbescheinigung dokumentiert, die die Reifenhersteller nach technischer Prüfung und fahrdynamischen Tests erstellen.
Allerdings stellt die Herstellerbescheinigung keine Garantie dafür da, dass die darin genannte Bereifung durch die technischen Dienste abgenommen und in die Fahrzeugpapiere eingetragen wird.“ Der WdK empfiehlt daher, nur getestete und freigegebene Reifen zu montieren und die Reifenfreigabe bzw. die neue Serviceinformation mitzuführen.

Motorradsaison 2020: So starten Sie sicher

Die Vorfreude auf die Motorradsaison 2020 beginnt. Der Frühling naht, die Motorräder kehren auf die Straßen zurück. Wichtig:

Vor dem Start in die neue Saison sollten die Maschinen gründlich gecheckt werden. Die Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Sachverständiger e.V. (KÜS) erklärt, worauf es wirklich ankommt.

Ganz am Anfang steht die gründliche Reinigung des Motorrades. Danach lassen sich eventuelle Schäden, aber auch Roststellen, besser erkennen und behandeln. Gründlich sollte man auch die Reifen checken. Die KÜS empfiehlt eine Profiltiefe von drei Millimeter, vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter. Der Reifendruck sollte ebenso wie die Felge kontrolliert werden. Gleiches gilt für den Rahmen. Sein tadelloser Zustand sorgt für die Stabilität des Kraftrades, Beschädigungen können schlimme Folgen haben. Anbauteile, Verkleidungen und Packtaschen müssen sorgfältig und sicher befestigt werden.

Auf die Kontrollliste gehören auch Batterie, Motoröl, Bremsflüssigkeit und Kühlmittel in Qualität und Quantität, das ist vor allem ein Thema für die Fachwerkstatt. Ein Blick auf die Bremsbeläge schadet nicht, ebenso ein kurzer Bremsentest.

Beim Bewegen des Lenkers können Mängel im Lenkverhalten, wie Rastpunkte oder unterschiedliche Einschlagwinkel, erkannt werden. Achten muss man auch darauf, dass alle Gelenke und Züge freigängig und gut gefettet sind. Beleuchtung und Hupe müssen funktionieren, ebenso die elektrische Anlage, etwa Kupplungs- und Seitenständerschalter. Eine sorgfältige und gründliche Reinigung der Pole sowie der Kontaktklemmen an der Batterie ist dringend zu empfehlen. Einfaches Einfetten, allerdings nicht an den Kontaktverbindungen, schützt die Pole wirksam vor Korrosion.
Noch ein praktischer Tipp: Bei Krafträdern, die mit einem Gemisch aus Treibstoff und Öl fahren, kann sich das Öl über die Wintermonate vom Benzin absetzen. Daher mit so wenig Tankinhalt wie möglich nach der Saison abstellen und beim Saisonstart neu betanken. Die Entleerung der Schwimmkammern der Vergaser macht Sinn, also den Benzinhahn öffnen und frischen Kraftstoff in den Vergaser füllen. Bei Verschmutzung des Luftfilters und/oder des Treibstofffilters sind Reinigung oder gleich Ersatz erforderlich.

Motorrad-Kommunikationsanlagen

Viele Motorradfahrer gehen gerne mit Gleichgesinnten auf Tour. Zunehmend beliebter werden daher Motorrad-Kommunikationsanlagen, die vielfältige Funktionen bieten. Wer sich mit seinen Mitfahrern unterhalten möchte, kann zwischen Funk- bzw. Kabelanlagen und Bluetooth-Systemen wählen. Unsere Tipps zu Kauf und Nutzung.

Ob zu zweit auf dem Motorrad oder mit anderen in der Gruppe: Für Biker gibt es verschiedene Möglichkeiten, während der Fahrt miteinander zu kommunizieren. Neben klassischen Funk- und Kabel-Stecker-Systemen haben sich auch moderne Bluetooth-Anlagen etabliert. Auch wenn diese mit vielen Funktionen punkten, hat die klassische Funktechnik nach wie vor ihre Berechtigung. Sie bietet vor allem mehr Reichweite als Bluetooth.

Vor dem Kauf klären

Vor der Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes System sollten Sie die technischen Dokumentationen sowie die Bedienungsanleitungen studieren. So erfahren Sie, ob Ihre Vorstellungen und Wünsche von der fraglichen Anlage erfüllt werden. Zudem erhalten Sie einen Überblick über die oft umfangreichen Funktionen der Anlage und die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Komponenten. Die meisten Datenblätter und Bedienungsanleitungen der Anlagen finden Sie auf den Internetseiten der Hersteller. Besonders wichtig sind die Vorabinformationen für die Bluetooth-Anlagen, da sie zahlreiche Funktionen bieten, wie Verbindung zum Navigationsgerät, Telefon, Musik und Radio und zum Beifahrer sowie von Motorrad zu Motorrad. Darüber hinaus sollten Sie klären, ob das ausgewählte System mit Ihrem Helm kompatibel ist.

Vorteile und Nachteile der Kommunikationsanlagen

Funktechnik

  • Günstig in der Anschaffung
  • Mehr Reichweite
  • Geringe Anschaffungskosten
  • Schlechte Tonqualität
  • Keine Konferenzschaltung
  • Unkomfortabel wegen Kabeln und Steckern

Bluetoothtechnik

  • Stellt Verbindung automatisch her
  • Höherer Komfort, da keine Steckerverbindungen
  • Gute Tonqualität
  • Konferenzschaltung möglich
  • Verbindung zu Smartphone und Navigationsgerät möglich
  • Teuer
  • Geringe Reichweite
  • Komplexe Bedienung wegen vielfältigen Funktionen

Motorradfahren fordert die volle Konzentration, deswegen sollten Sie vor der ersten Ausfahrt alle Einstellungen der Anlage fertiggestellt haben. Ablenkungen durch die Bedienung der Kommunikationsanlagen und Gespräche während der Fahrt sollten Sie vermeiden. Wichtig ist auch, in kritischen Situationen beide Hände am Lenker zu haben. Deswegen sind Sprachsteuerung oder Tasten am Lenker besser als die Bedienung am Helm. Unsere Tipps:

  • Die Bedienungsanleitung und hier besonders die Sicherheitshinweise beachten.
  • Alle Einstellungen der Anlage sollten vor der Fahrt abgeschlossen sein.
  • Mögliche Korrekturen nur bei stehendem Bike vornehmen. Das Gleiche gilt für die Bedienung eines Navigationsgerätes.
  • Kommunikationsanlagen mit Sprachsteuerung oder Fernbedienung am Lenker vorziehen, um die Hände am Lenker zu haben.

Quelle: ADAC

Ein Kollege verkauft sein Schätzchen

Ein Kollege verkauft sein Schätzchen

Technische Daten
Preis
12.950 €
Kategorie
Chopper/Cruiser
Kilometerstand
7.100 km
Hubraum
1.700 cm³
Leistung
69 kW (94 PS)
Kraftstoffart
Benzin
Getriebe
Schaltgetriebe
Erstzulassung
06/2016
Anzahl der Fahrzeughalter
1
HU
07/2020
Farbe
Schwarz
Antriebsart
Riemen
Ausstattung
ABS
Elektrostarter
Koffer
Scheckheftgepflegt
Scheibe
Fahrzeugbeschreibung

Schönwetter-Fahrzeug in Top-gepflegtem Zustand mit geringer Laufleistung. Optimal zum cruisen und mit Sozius. Ich fahre sie im Moment pur. Zur Ausstattung gehören die Koffer, die Frontscheibe und die Sissybar. On top gibt’s noch eine Original Triumph Auspuffanlage mit besserem Sound.

DE-35584 Wetzlar

Tel: +49 (0)175 7451029

zum vergrößern auf die Bilder klicken

 

So wird der Motorradhelm gründlich sauber

Wenn im Herbst die Blätter fallen, schicken viele Motorradfahrer ihre Fahrzeuge akkurat gereinigt in den Winterschlaf. Die meisten Biker widmen jedoch Schutzkleidung und Helm zu wenig Aufmerksamkeit. Damit diese ihre Schutzfunktionen auch im folgenden Frühjahr erfüllen, haben wir wichtige Tipps zusammengestellt.

Visier ausbauen und reinigen

Zur jährlichen Generalreinigung des Helms sollten Sie auf jeden Fall das kratzempfindliche Visier vorsichtig ausbauen. Danach können Sie sowohl dessen Außen- und Innenseite behutsam reinigen als auch die Mechanik des Visiers oder die eines Klapphelms mit einem Pinsel von Schmutzpartikeln befreien. Bei neuen Helmen ist es nicht mehr nötig, die Visiermechanik zu ölen oder zu fetten. In anderen Fällen helfen bei Bedarf jedoch einige Tropfen Silikonöl oder Vaseline aus der Drogerie, um die Gängigkeit zu verbessern.

  • Zur Reinigung der Visier-Außenseite verwenden Sie einen weichen Lappen und eine milde Seifenlauge, zum Trocknen des Visiers ein fusselfreies Tuch.
  •  Reinigen Sie das Visier ggf. unter fließendem Wasser bzw. weichen Sie es ein.
  • Reinigen Sie die Visier-Innenseite ausschließlich mit einem weichen Tuch (empfohlen: Mikrofasertuch). Verwenden Sie dazu keine Reinigungsmittel.
  • Vermeiden Sie unbedingt starkes Rubbeln oder Reiben.
  • In Zeiten, in denen Sie den Helm nicht nutzen, sollte das Visier nicht komplett geschlossen werden, da ansonsten die im Innenraum enthaltene Feuchtigkeit nicht entweichen kann.
  • Lagern Sie den Helm in einem trockenen Raum – idealerweise bei Zimmertemperatur – mit halb geöffneten Visier sowie heruntergefahrener Sonnenblende.

Vorsicht: Helmschale nicht zerkratzen

Straßenschmutz, Öl- oder Kraftstoffrückstände sowie Fliegenreste auf der Helmschale lassen sich am leichtesten mit warmer Seifenlauge und einem Handtuch oder Küchenpapier bekämpfen. Wenn die Schmutzrückstände eingetrocknet sind und sich nicht durch sanftes Wischen entfernen lassen, niemals zu einem harten Schwamm oder gar einem Topfreiniger greifen. Am besten wickeln Sie den Helm mit einem nassen Tuch ein oder legen auf die betroffenen Partien ein mit Spülmittel angefeuchtetes Papier. Nach rund einer halben Stunde lösen sich selbst hartnäckige Verkrustungen und Sie können sie abwischen oder abspülen.

 

Keine Lösungsmittel verwenden

Vom Einsatz von Lösungsmitteln ist dringend abzuraten. Sie greifen Helmschalen aus thermoplastischen Kunststoffen wie Polycarbonat, ABS, Lexan oder Ronfalin an und können sie aufweichen. Helme aus Duroplasten wie Carbob, Fiberglas, Kevlar oder Dyneema sind in diesem Punkt zwar wesentlich widerstandfähiger, sollten einer solchen Prozedur aber ebenfalls nicht unterzogen werden.

 

Innenpolster mit Schaum säubern

Bei einigen neueren Helmmodellen lassen sich die Innenpolster herausnehmen und im Schonwaschgang bei 30 Grad in der Waschmaschine waschen. Auf den Schleudergang sollten Sie allerdings verzichten. Bei Helmen mit festem Innenpolster sollten Sie zuerst Haar- und Schuppenreste mit dem Staubsauger oder einer weichen Bürste entfernen, ehe es an die eigentliche Polsterreinigung geht.

Im Fachhandel werden spezielle Reinigungsmittel, -spays und -schäume, teilweise sogar mit Duftnoten, für Motorradhelme angeboten. Allerdings kosten diese in der Regel zwischen 7,50 und fast 30 Euro. Günstiger und nicht weniger gut sind reine Seifenlauge oder ein mildes Haarshampoo. Wer sein Innenfutter seltener reinigen will, dem empfehlen wir, unter dem Helm eine Sturmhaube zu tragen. Diese lassen sich leichter von Schweiß, Haarspray oder -gel und Make-up-Resten reinigen. Und eine neue Sturmhaube ist auf jeden Fall günstiger als ein neues Helm-Innenpolster.

 

Belüftung kontrollieren

Auch das Belüftungssystem sollten Sie kontrollieren und sorgfältig säubern. Denn Insekten oder Schmutzpartikel können die Kanäle verstopfen und damit die Frischluftzufuhr behindern. Bemerken Sie das erst während der ersten Fahrt, müssen Sie ihr Visier für die nötige Luftzufuhr öffnen. Eine Reinigung der Dichtung mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch verhindert das Verkleben des Gummis am Visier. Die Gummidichtung hält länger und wird weniger spröde, wenn Sie etwas Talkumpuder benutzen.

 

Helmteile sorgfältig trocknen

Besonders wichtig bei der kompletten Helmreinigung ist, dass alle gesäuberten Teile vor der Wintereinlagerung oder einer erneuten Benutzung vollständig trocken sind. Für einen sicheren Winterschlaf packen Sie den Motorradhelm am besten in einen entsprechenden Beutel und bewahren ihn an einem trockenen Platz mit wenig Temperaturschwankungen auf.

 

Restliche Motorradbekleidung reinigen

Textil-Anzüge mit Funktionsmembran dürfen in die Waschmaschine, für sie gibt es passende Reinigungsmittel. Eine gute Lederkombi verträgt auch eine gründliche Reinigung in der Badewanne. Das Trocknen (hängend in einem nicht zu warmen Raum) dauert dann einige Tage. Am besten reiben Sie das Leder im nicht ganz getrockneten Zustand mit Pflegeöl oder -fett ein. Handschuhe und Stiefel freuen sich natürlich ebenso über ein bisschen Zuwendung.

Quelle: ADAC