Ist Markenbenzin besser als das von freien Tankstellen? Ist Telefonieren an der Tankstelle gefährlich? Der ADAC hat viele gängige Behauptungen zum Tanken auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft.
Mythos 1: Markenbenzin ist besser
Grundsätzlich kommt das Benzin – egal ob für Marken- oder Billigtankstellen – aus denselben Raffinerien. Markentankstellen fügen allerdings Additive (Zusatzstoffe) hinzu, die Einfluss auf Qualität, Motorleistung oder Benzinverbrauch haben sollen. Inwieweit diese Additive wirksam sind, lässt sich jedoch kaum praxisgerecht prüfen. Die Anforderungen an die Kraftstoffqualität sind in Deutschland gesetzlich geregelt und in den einschlägigen Kraftstoffnormen festgeschrieben; diese gelten sowohl für Marken- als auch für No-Name-Benzin.
Mythos 2: Gefährliche Handy-Akkus
An der Tankstelle mit dem Handy zu telefonieren ist angeblich gefährlich. Theoretisch könnte sich beim Herunterfallen des Handys der Akku lösen und Funken erzeugen. In Kombination mit verschüttetem Benzin besteht auf diese Weise Explosionsgefahr. Allerdings gab es noch nie einen solchen Unfall. Moderne Handy-Akkus sind robuster als ältere Modelle, sodass das Risiko eines Funkenschlags verschwindend gering ist.
Mythos 3: Gefährliche Handy-Strahlung
Es ist außerdem ein verbreiteter Irrtum, dass die elektromagnetischen Wellen eine Gefahr für die Zapfsäulen darstellen. Diese Strahlung ist der Grund für die Verbote im Flugzeug oder im Krankenhaus. Inzwischen fehlen an einigen Tankstellen die gewohnten Verbotsschilder. Übrigens: Auch bei einem Verbot kann das Handy in der Tasche gelassen werden, wobei es nicht ausgeschaltet sein muss. Lediglich das Herausnehmen und Telefonieren ist dann untersagt.