{"id":884,"date":"2017-07-13T14:35:17","date_gmt":"2017-07-13T12:35:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/?p=884"},"modified":"2019-12-30T13:35:28","modified_gmt":"2019-12-30T12:35:28","slug":"tipps-fuers-fahren-im-gebirge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/2017\/07\/13\/tipps-fuers-fahren-im-gebirge\/","title":{"rendered":"Tipps f\u00fcrs Fahren im Gebirge"},"content":{"rendered":"<p class=\"pb10\"><strong>Hier gelten andere Regeln als im Flachland<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Motorradfahrer ist bekanntlich der Weg das Ziel. Besonders beliebt sind dabei kurvige Gebirgsstrecken und P\u00e4sse. Die Motorrad-Experten des ADAC haben die besten Tipps f\u00fcr die Fahrt \u00fcber Berg und Tal zusammengestellt.<\/p>\n<p><strong>Streckenl\u00e4nge: Je mehr Kurven und P\u00e4sse, desto k\u00fcrzer die Strecke<\/strong><\/p>\n<p>Weniger ist oft mehr. Trotz guter Kondition sollte das Tagespensum bei kleinen Nebenstra\u00dfen und extremen P\u00e4ssen mit teilweise gar unbefestigten Stra\u00dfen h\u00f6chstens 200 Kilometer betragen. Bei kurvenreichen Stra\u00dfen und einigen h\u00f6heren P\u00e4ssen sind 300 Kilometer genug, will man stressfrei und vor allem vor Einbruch der D\u00e4mmerung am Ziel sein. Wer unterwegs neben den obligatorischen Pausen auch die Ausblicke oder einzelne Besichtigungen genie\u00dfen will, sollte den Zeitplan realistisch gestalten.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von Maschine und Verbrauch, der bei Passfahrten steigt, sollte immer gen\u00fcgend Kraftstoff im Tank sein, um nach dem Gipfelsturm auch die Talfahrt mit laufendem Motor zu machen: Ohne Sprit fehlt beim Rollen die \u201eMotorbremse\u201c \u2013 eine h\u00f6chstgef\u00e4hrliche Tatsache.<\/p>\n<p>Ein Ph\u00e4nomen des Hochgebirges ist verst\u00e4rkter Steinschlag, vor dem in allen L\u00e4ndern mit Schildern gewarnt wird. Motorradfahrer sollte ihre Fahrweise auf solchen Abschnitten darauf einstellen, dass Ger\u00f6ll oder einzelne Steine auf der Fahrbahn liegen. ADAC Praxistipp: Sind H\u00e4nge mit Netzen gesichert oder reichen Steilh\u00e4nge bis an den Stra\u00dfenrand, ist h\u00f6chste Vorsicht geboten \u2013 Tempo runter!<\/p>\n<p><strong>Ver\u00e4ndertes Handling der beladenen Maschine beachten<\/strong><\/p>\n<p>Weil ein mit Gep\u00e4ck und Sozius beladenes Motorrad schon in der Ebene grunds\u00e4tzlich andere Handlingseigenschaften wie h\u00f6here Kippneigung bei Langsamfahrt oder tr\u00e4gerer Reaktion auf Lenkimpulse besitzt, muss die Ver\u00e4nderung \u201eerfahren\u201c werden. Besonders gilt dies beim Ausweichen und Bremsen, vor allem bei starkem Gef\u00e4lle oder Steigung. Damit nicht die erste Kuh auf der Hochalmstra\u00dfe zum Verh\u00e4ngnis wird&#8230;<\/p>\n<p>Apropos Weidebetrieb im Gebirge. Weil oft Stra\u00dfen durch Almgebiete f\u00fchren und das liebe Milchvieh hier nicht per Z\u00e4une gestoppt werden kann, verhindern sogenannte Weideroste das Ausb\u00fcchsen der Tiere. Diese l\u00e4ngs in die Stra\u00dfe eingelassenen Metallgitter \u00fcberf\u00e4hrt man am besten in leichtem Winkel, um nicht in die Zwischenr\u00e4ume zu gelangen. Da das Metall oft glatt ist, sollten extreme Man\u00f6ver wie Bremsen, Beschleunigen oder extreme Schr\u00e4glage vermieden werden.<\/p>\n<p>Beim Kurvenfahren im Gebirge gilt das, was auch sonst wichtig ist: Der Blick f\u00fchrt die Bewegung. Nur wer seinen Blick zwischen Vorderrad und Horizont pendeln l\u00e4sst, wird die richtige Linie finden. In Linkskurven muss in Richtung Kurvenausgang geschaut werden, in Rechtskurven m\u00f6glichst weit am rechten Fahrbahnrand entlang.<\/p>\n<p>Besonders wichtig ist bei engen Kurven und vor allem bei Serpentinen und Kehren die \u201erunde&#8220; Fahrlinie. Die Biegung sollte bei Linkskurven vom rechten Fahrbahnrand und bei Rechtskurven von der Fahrbahnmitte mit Sicherheitsabstand zum Gegenverkehr angefahren werden. Im Kurvenverlauf gilt es, m\u00f6glichst lange au\u00dfen zu bleiben und erst nach innen zu ziehen, wenn der Kurvenausgang gesehen wird. So k\u00f6nnen selbst zuziehende Kurven keine \u00dcberraschung werden.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich muss auch die Geschwindigkeit bei der Kurvenfahrt stimmen: Wenn der Motor immer \u201eam Gas h\u00e4ngt\u201c, zieht das Bike sicher durch die Biegung. Gas gegeben sollte erst wieder werden, wenn der Kurvenausgang sichtbar ist. Es ist besser, mit weniger Dampf in die Kurven ein und schneller hinaus zu fahren. Anders wird aus der Kurvenlinie schnell ein Haken &#8211; und die Kippgefahr steigt besonders in h\u00e4ngenden Kehren.<\/p>\n<p>Um bei Bergauffahrten auch bei Maschinen mit weniger Drehmoment immer gen\u00fcgend Kraft und Vortrieb zu haben, empfiehlt es sich, niedere G\u00e4nge h\u00f6her drehen zu lassen. Dann f\u00e4llt auch der Anschluss beim Hochschalten fl\u00fcssiger aus. Bei Talfahrten muss das Energieplus der rollenden Fuhre durch das Gef\u00e4lle einkalkuliert werden.<\/p>\n<p>Damit gen\u00fcgend Reserven vorhanden sind und nicht dauernd stark gebremst werden muss (das kann nach extremer Erhitzung sogar zum \u201eBremsfading\u201c mit Leistungsverlust f\u00fchren), hilft fr\u00fches Herunterschalten und die \u201eMotorbremse\u201c.<\/p>\n<p>Quelle: ADAC<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier gelten andere Regeln als im Flachland F\u00fcr Motorradfahrer ist bekanntlich der Weg das Ziel. Besonders beliebt sind dabei kurvige Gebirgsstrecken und P\u00e4sse. 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