{"id":751,"date":"2017-05-23T11:55:37","date_gmt":"2017-05-23T09:55:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/?p=751"},"modified":"2019-12-30T13:35:41","modified_gmt":"2019-12-30T12:35:41","slug":"fahrbericht-triumph-bonneville-bobber-radikal-nostalgisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/2017\/05\/23\/fahrbericht-triumph-bonneville-bobber-radikal-nostalgisch\/","title":{"rendered":"Fahrbericht Triumph Bonneville Bobber: Radikal nostalgisch"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-753\" src=\"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/trbobo_-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"498\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/trbobo_-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/trbobo_.jpg 543w\" sizes=\"auto, (max-width: 498px) 85vw, 498px\" \/><\/p>\n<p>Fahrbericht der spektakul\u00e4ren Motorrad-Neuheit Triumph Bonneville Bobber mit den technischen Daten:<\/p>\n<p>Es gibt unspektakul\u00e4re Motorr\u00e4der, und es gibt unwiderstehliche Hingucker. Eindeutig ein echter Blickfang ist die Triumph Bonneville Bobber. Egal, ob man mit der sonor dahinblubbernden Engl\u00e4nderin die Landstra\u00dfe entlang cruist, oder ob man auf dem kurzen Weg zur n\u00e4chsten Eisdiele die Stadt durchquert: Offensichtlich schauen sich nicht nur eingefleischte Motorrad-Fans um, denn so etwas wie die nostalgisch anmutende Triumph Bobber sieht man nicht an jeder Ecke. Triumph w\u00fcnscht sich das f\u00fcr die nahe Zukunft nat\u00fcrlich anders.<\/p>\n<p>Fahrbericht:<br \/>\nOb der Retro-Einsitzer das Zeug zum Bestseller hat, zeigt der Alltagstest.<br \/>\nSteve McQueen war nicht nur allgemein als &#8222;King of Cool&#8220; anerkannt, er war auch bekennender Triumph-Fan. Sp\u00e4testens seit dem Film-Klassiker &#8222;Gesprengte Ketten&#8220; verbindet man den Hollywood-Star vor allem mit einer gel\u00e4ndetauglichen Triumph Scrambler. Aber die brandneue Bobber vom selben Hersteller aus dem englischen Hinckley h\u00e4tte sich Frauenschwarm und Motorrad-Fan McQueen sicher gerne in die Garage gestellt &#8211; nicht nur wegen der ansprechenden Optik.<br \/>\nAuf den ersten Blick k\u00f6nnte sie ein Bike aus den 30er Jahren sein. Das gaukeln nicht nur die schwarzen Speichenr\u00e4der vor oder die vermeintlich handgefertigten, zweiteilig wirkenden Kotfl\u00fcgel. Zum gelungenen Retro-Look der Bobber geh\u00f6ren auch Instrumente und Scheinwerfer in kreisrunder Ausf\u00fchrung und vor allem ein Heck, das den Eindruck der Bandscheiben-mordenden Starrheit vermittelt. In Wirklichkeit sitzt jedoch unter dem Solo-Schwingsattel gut versteckt ein Einzelfederbein, das den Komfort bringt, den man von einem modernen Motorrad erwartet.<br \/>\nDer Begriff Bobber stammt aus dem Englischen. Er steht f\u00fcr extrem puristische Motorr\u00e4der, die ohne jeglichen Firlefanz fr\u00fcher sogar ohne vorderes Schutzblech unterwegs waren. Triumph Bonneville Bobber hei\u00dft Englands neuer Beitrag zu dieser speziellen Art von Retro-Motorrad. Mit einem Kaufpreis von 12.500 Euro ist sie nicht gerade ein Schn\u00e4ppchen, hat daf\u00fcr aber auch allerhand zu bieten. Allen voran: Das neue 1,2-Liter-Herz von Triumphs Bonneville T120-Baureihe schl\u00e4gt auch in der spektakul\u00e4r gestylten, einsitzigen Bobber. Die Entwickler verpassten dem vorbildlich agierenden Twin eine noch f\u00fclligere Drehmomentkurve f\u00fcr reichlich Kraft aus dem Drehzahlkeller. Au\u00dferdem f\u00e4llt dank 270 Grad Hubzapfenversatz der bet\u00f6rend brabbelnde V2-Sound auf, den bei der Bobber exklusive und auff\u00e4llige &#8222;Slash Cut&#8220;-Auspuffrohre ins Freie entlassen. Neben dem Klang stimmt auch die Optik, denn die beiden T\u00fcten sind in attraktiv geb\u00fcrstetem Edelstahl gehalten.<br \/>\nSo wirkt die Triumph Bonneville Bobber wie ein Oldtimer aus guten alten Tagen, den fl\u00fcchtige Betrachter f\u00fcr ein vorbildlich hergerichtetes antikes Bike halten. Und selbst Spezialisten, die sich ganz gut auskennen und lediglich nicht das exakte Modell von Triumph kennen, k\u00f6nnten meinen, dass es sich um ein modernes Custom Bike handelt. In der nach wie vor bl\u00fchenden New Wave-Custom-Szene sieht man immer mehr Bobber, die aus liebevoll hergerichteten Youngtimern entstehen. Nicht so die Triumph: Sie ist quasi ein Custom Bike von der Stange und macht ab Werk soviel Freude, wie sonst nur aufw\u00e4ndig individualisierte Maschinen. Die BMW R nineT ist hier eines der Vorbilder, deren Erfolg immer mehr Hersteller zum Bau von Retro-Bikes inspiriert hat. Die deutsche Konkurrenz entwickelt auch schon einen Bobber, wie im Fr\u00fchjahr 2016 die aufsehenerregende Studie BMW R5 Hommage gezeigt hat. Jedoch ist ihr die Triumph Bobber zuvorgekommen.<br \/>\nDie Engl\u00e4nder profitieren innerhalb der aktuellen Nostalgie-Welle vom Ruf der Traditionsmarke. So wirkt die auf alt getrimmte, neue Bobber absolut authentisch, obwohl sich hinter ihrer Retro-Fassade durchaus hochmoderne Technik verbirgt. Im Look eines klassischen Vergasers ist die Einspritzung gehalten, und im antik wirkenden Zentralinstrument informieren neben einem analogen Zeiger auch digitale Anzeigen \u00fcber den gew\u00e4hlten Fahrmodus (&#8222;Road&#8220; oder &#8222;Rain&#8220;) oder die Restreichweite. Die h\u00e4lt sich in \u00fcberschaubaren Grenzen, denn bei strammer Fahrweise ist nach nicht weit \u00fcber 150 km Nachtanken angesagt. Das Spritreservoir fasst zwar wenigstens 9,1 Liter Benzin, und der Normverbrauch soll 4,1 l\/100 km betragen. Doch in der Praxis k\u00f6nnen es schnell mal \u00fcber f\u00fcnf Liter sein, und bis auf den letzten Tropfen l\u00e4sst es nicht mal ein cooler Bobber-Fahrer unbedingt ankommen. Aber: Auf ihrem typischen Einsatzgebiet ist die eingeschr\u00e4nkte Reichweite der Bobber kein wesentlicher Nachteil.<br \/>\nTourentauglich ist Triumphs gelungener Nostalgie-Wurf ohnehin kaum, denn erstens fehlt auf dem Einsitzer jegliche M\u00f6glichkeit zur Gep\u00e4ckunterbringung, zweitens bietet der Aluminium-Sattel nicht allzu viel Komfort. Auf Kurzstrecken ist alles in Ordnung, dar\u00fcber hinaus hilft selbst die vielf\u00e4ltige Verstellm\u00f6glichkeit nicht viel. Doch dank variabler Einstellung in L\u00e4nge und H\u00f6he finden klein- und gro\u00dfgewachsene Biker perfekt Platz auf dem Nostalgiemotorrad &#8211; immer unter der Voraussetzung, dass die Klappmesser-K\u00f6rperhaltung auf der Engl\u00e4nderin grunds\u00e4tzlich gef\u00e4llt. Alternativ zum flachen und schmalen Serienlenker gibt es f\u00fcr passionierte Easy Rider einen hohen, geschwungenen &#8222;Ape Hanger&#8220;-Lenker beim Triumph-H\u00e4ndler.<br \/>\nAlles in allem ist die Triumph Bonneville Bobber ein absolut gelungenes und sehr reizvolles Retro-Bike, auf dem man kurze und mittlere Strecken akustisch und von der Leistungsentfaltung her sehr genie\u00dft. Optisch kommen der gl\u00fcckliche Bobber-Fahrer und seine Umgebung ohne Zweifel voll auf ihre Kosten. Das Zeug zum Bestseller hat sie also. Ralf Sch\u00fctze\/mid<\/p>\n<p>Technische Daten Triumph Bonneville Bobber:<br \/>\nEinsitziger Bobber mit wassergek\u00fchltem Zweizylinder-Motor, Leistung: 56,6 kW\/77 PS bei 6.100\/min, max. Drehmoment: 106 Nm bei 4.000\/min, Sechsgang-Getriebe, Kettenantrieb. Stahlrohr-Schleifenrahmen, Telegabel mit 41 mm Standrohrdurchmesser vorn, Stahlrohr-Zweiarmschwinge und Zentralfederbein mit einstellbarer Vorspannung hinten, Einzelscheibenbremse vorn 310 mm, Einscheibenbremse hinten 255 mm, abschaltbare Traktionskontrolle, ABS. Reifen vorn: 100\/90-19, hinten: 150\/80 R16, Sitzh\u00f6he: 690 mm, Tankvolumen 9,1 l, Radstand 1.510 mm, Trockengewicht 228 kg, Beschleunigung 0-100 km\/h k.A.,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fahrbericht der spektakul\u00e4ren Motorrad-Neuheit Triumph Bonneville Bobber mit den technischen Daten: Es gibt unspektakul\u00e4re Motorr\u00e4der, und es gibt unwiderstehliche Hingucker. Eindeutig ein echter Blickfang ist die Triumph Bonneville Bobber. 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