{"id":346,"date":"2017-01-29T10:22:34","date_gmt":"2017-01-29T09:22:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/?p=346"},"modified":"2019-12-30T13:36:50","modified_gmt":"2019-12-30T12:36:50","slug":"der-erste-vierrad-roller-geht-an-den-start","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/2017\/01\/29\/der-erste-vierrad-roller-geht-an-den-start\/","title":{"rendered":"Der erste Vierrad-Roller geht an den Start"},"content":{"rendered":"<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-346 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/2017\/01\/29\/der-erste-vierrad-roller-geht-an-den-start\/vierradrollerquadro\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/vierradrollerquadro-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Nach dem Dreirad- kommt nun der Vierrad-Roller. Nach rund drei Jahren Entwicklungsarbeit feiert der Schweizer Hersteller die Markteinf\u00fchrung des weltweit ersten Vierrad-Rollers Quadro4. Der Roller liegt ruhig auf der Stra\u00dfe, weder Schlagl\u00f6cher noch Asphaltbuckel bringen Unruhe ins Fahrwerk.<br \/>\nQuadro4: Zweiradgef\u00fchl auf vier R\u00e4dern<br \/>\nAlle vier R\u00e4der des Neulings sind sowohl vorne als auch hinten mit einer innovativen Neigetechnik des Schweizer Herstellers Quadro Vehicles S.A. ausger\u00fcstet. Die setzt das von der bekannten Design- und Entwicklungsschmiede Marabese aus Mailand gegr\u00fcndete Unternehmenbereits in seinem Dreirad Quadro 350 S ein.<br \/>\nDabei handelt es sich um das hydraulisch-pneumatisch gesteuerte &#8222;Hydraulic Tilting System&#8220; (HTS), das nach dem Prinzip einer Luftfederung arbeitet. Die \u00d6lf\u00fcllung in den Zylindern schafft einen Kraftausgleich zwischen linkem und rechtem Rad, sodass beide R\u00e4der trotz Schr\u00e4glage stets den gleichen Anpressdruck auf die Stra\u00dfe bringen. Soweit die Funktion an der Vorderhand. Die \u00dcbernahme auf die angetriebene Achse hinten bedarf einer ausgekl\u00fcgelten L\u00f6sung: Die unabh\u00e4ngig voneinander an Einzelschwingen aufgeh\u00e4ngten Hinterr\u00e4der werden \u00fcber Riemen angetrieben. Die bei Schr\u00e4gfahrten unweigerlich auftretenden Drehzahlunterschiede zwischen den beiden Antriebsr\u00e4dern werden wie beim Pkw \u00fcber einen Antriebsausgleich (Differential) im Motorgeh\u00e4use kompensiert.<br \/>\nDie Spurweite hinten betr\u00e4gt 450 mm gegen\u00fcber 550 mm vorne. Deshalb gilt der Quadro4 zulassungstechnisch als Dreirad und darf mit der F\u00fchrerscheinklasse B gefahren werden, sofern der Pkw F\u00fchrerschein vor dem 19. Januar 2013 absolviert wurde. Sonst ist eine Motorrad-Lizenz notwendig. Verglichen mit einem herk\u00f6mmlichen Roller oder Motorrad wirkt der Quadro4 nicht nur wegen der \u00fcppigen 271 kg Lebendgewicht tr\u00e4ge. Vielmehr sorgt die doppelte Pneumatik f\u00fcr eine entsprechend h\u00f6here Sturheit, die zum Einlenken einiges an Kraftaufwand verlangt und das Umsetzen von Lenkbefehlen deutlich verlangsamt. Hat sich der Fahrer damit arrangiert, imponiert das Vierrad mit einer unbeirrbaren Kurvenstabilit\u00e4t. Ungeachtet des Untergrunds h\u00e4lt der Quadro die Linie, keinerlei Unebenheiten k\u00f6nnen ihn vom eingeschlagenen Kurs abbringen.<br \/>\nSelbst feuchter Untergrund verliert schnell seinen Schrecken und veritable Schr\u00e4glagen werden m\u00f6glich, die auf einem Roller oder Motorrad vermutlich ungesund w\u00e4ren &#8211; maximal erlaubt die Quadro4-Konstruktion Fahrten mit bis zu 45 Grad Schr\u00e4glage. Gleichzeitig liegt der Roller ruhig auf der Stra\u00dfe, weder Schlagl\u00f6cher noch Asphaltbuckel bringen Unruhe ins Fahrwerk. Beim Fahrkomfort liegt das Vierrad ganz weit vorn. Dazu tr\u00e4gt auch die entspannte Fahrerbettung mit relaxten Kniewinkeln und aufrechtem Oberk\u00f6rper bei.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nVorteile bietet die Technik auch beim Bremsen: Zerrt der Fahrer kr\u00e4ftig an beiden Hebeln, erntet er eine gute Verz\u00f6gerung. Durch die gegen\u00fcber einem Zweirad verdoppelte Reifenaufstandsfl\u00e4che bremst es sich auch auf nassen Stra\u00dfen sicher und effektiv &#8211; selbst ohne ABS kann man kraftvoll und ohne Sturzgefahr verz\u00f6gern. Ein Integralbrems-Fu\u00dfpedal im rechten Fu\u00dfraum, das f\u00fcr die Zulassung f\u00fcr den Pkw-F\u00fchrerschein notwendig ist, verz\u00f6gert alle vier R\u00e4der gleichzeitig. Ein roter Parkhebel in der Front arretiert beide Radaufh\u00e4ngungen und der Quadro4 bleibt in der aktuellen horizontalen Lage stabil. Eine Parkbremse befindet sich rechts neben dem Fahrersitz, sie kann nur bei nach links gedrehtem Z\u00fcndschl\u00fcssel bedient werden.<br \/>\nF\u00fcr den Vortrieb ist ein 350-Kubik-Single mit integriertem Differential zust\u00e4ndig. Zwei Ausgleichswellen bescheren eine hohe Laufruhe, 22 kW\/30 PS Leistung einen gut beherrschbaren Antritt, der mit gleichm\u00e4\u00dfiger Entfaltung niemanden \u00fcberfordert. Bei den rollertypischen Tourenqualit\u00e4ten kann der Italo-Schweizer mit gutem Windschutz durchaus \u00fcberzeugen, auch wenn der rechte Fu\u00df wegen des Bremspedals vom Fahrtwind umtost wird. Das fernentriegelbare Staufach unterm Soziussitz fasst einen Integralhelm, weiterer Stauraum findet sich in zwei F\u00e4chern im Bug &#8211; eines mit USB-Ladebuchse. Im prall gef\u00fcllten Cockpit, das mit seinen unz\u00e4hligen Leuchten einer automobilen Instrumententafel \u00e4hnelt, fehlt es an keiner Information.<br \/>\nMit LED-Technik in Leuchten und Blinkern ist der Quadro4 modern, fast &#8222;automobil&#8220; gezeichnet. Tats\u00e4chlich \u00fcberzeugt er Autof\u00fchrerschein-Inhaber mit einer tollen Fahrstabilit\u00e4t und viel Sicherheit und Komfort, denen das spezielle Zweiradgef\u00fchl 10.800 Euro wert sein muss. Eingefleischte Roller- und Motorradfahrer d\u00fcrfte die konstruktiv bedingte Tr\u00e4gheit vom Vierrad abhalten. H. Toller\/mid<\/p>\n<p>Technische Daten Quadro4:<br \/>\nAutomatikroller mit fl\u00fcssigkeitsgek\u00fchltem Einzylinder-Viertaktmotor, ohc, 4 Ventile, Hubraum: 346 ccm, Bohrung x Hub: 82,0 x 65,5 mm, max. Leistung: 22,1 kW\/30 PS bei 7.500\/min, max. Drehmoment 24,5 Nm bei 5.000\/min, elektronische Kraftstoffeinspritzung, geregelter Katalysator, CVT-Automatikgetriebe, Stahlrohr-Rahmen, zwei Querlenker mit HTS und zwei Sto\u00dfd\u00e4mpfern mit Ausgleichszylinder vorn, zwei unabh\u00e4ngige Schwingen mit je einem Sto\u00dfd\u00e4mpfer und Ausgleichszylinder hinten, je zwei Scheibenbremsen vorn und hinten, Reifen vorn und hinten: je 2x 110\/80-14, Sitzh\u00f6he: 780 mm, Tankinhalt 15 l, Leergewicht: 279 kg, Zuladung: 221 kg, Preis: 10.800 Euro<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Dreirad- kommt nun der Vierrad-Roller. Nach rund drei Jahren Entwicklungsarbeit feiert der Schweizer Hersteller die Markteinf\u00fchrung des weltweit ersten Vierrad-Rollers Quadro4. 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