{"id":3048,"date":"2019-06-14T10:16:03","date_gmt":"2019-06-14T08:16:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/?p=3048"},"modified":"2019-12-30T13:32:37","modified_gmt":"2019-12-30T12:32:37","slug":"triumph-scrambler-1200-xe-vielseitiger-klassiker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/2019\/06\/14\/triumph-scrambler-1200-xe-vielseitiger-klassiker\/","title":{"rendered":"Triumph Scrambler 1200 XE: Vielseitiger Klassiker"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Scrambler&#8220;, zu Deutsch &#8222;Kletterer&#8220;, hei\u00dfen seit den 1950er Jahren die leicht gel\u00e4ndeg\u00e4ngigen Motorr\u00e4der, die als Vorreiter sp\u00e4terer Offroad-Spezialisten wie Motocross oder Enduro gelten. Hauptmerkmale: Mehr oder weniger grobstollige Reifen, ein h\u00f6hergelegter Auspuff, breiter Lenker und l\u00e4ngere Federwege als ein reines Stra\u00dfen-Bike. Triumph hat jahrzehntelang dieses Genre gepr\u00e4gt und phasenweise dominiert. Jetzt kommt immer mehr Konkurrenz auf, allen voran die BMW R nineT Scrambler und die Ducati Scrambler 1100. Mit der neuen Scrambler 1200 XE schlagen die Briten jetzt zur\u00fcck &#8211; und zwar gewaltig.<\/p>\n<div align=\"left\">\n<div class=\"newstextabst\">Schon &#8222;King of Cool&#8220; Steve McQueen fuhr auf britische Bikes f\u00fcr Stra\u00dfe und Gel\u00e4nde ab &#8211; nicht nur im legend\u00e4ren Hollywood-Streifen &#8222;Gesprengte Ketten&#8220;, sondern auch im echten Leben. Ein bisschen schwingt vom Flair fr\u00fcherer Triumph Scrambler-Modelle bis heute mit. Kein Wunder, geh\u00f6rt doch die j\u00fcngste Ausgabe mit 1,2-Liter-Zweizylinder (bekannt aus der Markenschwester Bonneville T120) zurecht zu Triumphs &#8222;Modern Classics&#8220;: Puristisch und klassisch im Design, dazu jede Menge sichtbarer Technik und hochwertiger Handwerkskunst. So entstand mit der Scrambler 1200 XE ein Allrounder f\u00fcr die Stra\u00dfe, der selbst im h\u00e4rteren Gel\u00e4nde gut zurechtkommt.<br \/>\nF\u00fcr wahrhaftige Offroad-Talente gaben Triumphs Ingenieure der XE riesige Federwege mit: 250 Millimeter vorne wie hinten. Das ist deutlich mehr als die Konkurrenz und \u00fcbertrifft sogar klar die BMW R 1250 GS Adventure (210\/220 Millimeter). Das f\u00fchrt auch zur exorbitanten Sitzh\u00f6he von 870 Millimeter. Deshalb sollten Fahrer der Triumph Scrambler XE idealerweise \u00fcber 1,80 Meter gro\u00df sein.<br \/>\nDabei f\u00e4hrt sie sich relativ agil. Dazu tr\u00e4gt ein voll einstellbares Fahrwerk bei &#8211; samt hochwertiger Komponenten wie einer 47 Millimeter starken Upside Down-Vorderradgabel. Au\u00dferdem Kurven-ABS und eine schr\u00e4glagenabh\u00e4ngige Traktionskontrolle. Mit sechs Fahrmodi kommt die 1200 XE \u00fcberall m\u00f6glichst gut zurecht, darunter die Hardcore-Einstellung &#8222;Off-Road Pro&#8220;. Ein 21 Zoll gro\u00dfes Vorderrad erleichtert au\u00dferdem die Fahrt auf losem Untergrund. Gleiches gilt f\u00fcr zivile 207 Kilogramm Trockengewicht.<br \/>\nAls Kontrast zum Nostalgie-Look der Maschine hat Triumph Hightech-Details integriert. Dazu geh\u00f6rt neben den Fahrmodi vor allem ausgefeilte Connectivity. Die beschr\u00e4nkt sich derzeit zwar noch auf Telefon und Musik, wird aber im Herbst um Smartphone-Navigation im gut ablesbaren TFT-Display erweitert. Die Serienausstattung ist dem stolzen Grundpreis der Scrambler 1200 XE angemessen, unter anderem mit Kurven-ABS, Heizgriffen, Handprotektoren und voller LED-Beleuchtung. Die Sitzposition auf der Britin ist so entspannt, wie man es von einem Scrambler erwartet.<br \/>\nSo f\u00fchlt man sich im Sattel der hochbeinigen Triumph sehr wohl &#8211; ob auf Langstrecke, wo man auch ohne Windschutz bis zu Tempo 130 entspannt Kilometer fressen kann, oder in der Stadt und auch im Gel\u00e4nde. Einzig massive Kritik an der gutaussehenden und talentierten Engl\u00e4nderin: Am h\u00f6hergelegten Auspuff erhitzt sich das rechte Bein des Fahrers empfindlich. F\u00fcr den Beifahrer ist das Problem mit einem massiveren Aluminiumblende gut gel\u00f6st, der Pilot hingegen f\u00fchlt sich schon bei fr\u00fchlingshafter Temperatur wie jemand, der zu nah am Ofen steht.<br \/>\n\u00c4u\u00dferst kultiviert gibt der Zweizylinder stets seine 66 kW\/90 PS Leistung und satten 110 Newtonmeter Drehmoment ab. Souver\u00e4n in jeder Lebenslage wirkt der Antrieb, der dank 270 Grad Hubzapfenversatz wie ein V2-Motor z\u00fcndet und deshalb auch so kernig bollernd klingt. Praxisverbrauch in unserem Test: 5,4 l\/100 km. Je nach Fahrweise liegt die obere Grenze bei 6,5 oder die untere bei gut 4 l\/100 km. Das Getriebe l\u00e4sst sich stets sehr geschmeidig schalten, und den Leerlauf findet man sehr leicht.<br \/>\nAlles in allem ist die 1200 XE ein klassischer Allrounder &#8211; so, wie es die Urv\u00e4ter der Scrambler-Modelle im Sinn hatten. In der Stadt ist sie ein ausreichend wendiges Nostalgie-Bike, das vor dem Caf\u00e9 eine gute Figur macht. Auf Landstra\u00dfen, Fernreisen oder im Gel\u00e4nde wird man ebenfalls gl\u00fccklich mit ihr. Nat\u00fcrlich kommt sie nicht auf das Niveau der jeweiligen Spezialmotorr\u00e4der, aber ein Bike f\u00fcr alle F\u00e4lle ist sie dennoch auf imposante Weise. Da sie bei der Offroad-Tauglichkeit und auch bei der Connectivity ihre direkte Konkurrenz abh\u00e4ngt, liegt die Triumph Scrambler 1200 XE derzeit ganz vorne in ihrer immer beliebteren Klasse.<\/div>\n<div class=\"newstextabst\">\nTechnische Daten Triumph Scrambler 1200 XE:<br \/>\nKlassik-Scrambler mit fl\u00fcssigkeitsgek\u00fchltem Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor, vier Ventile, Hubraum 1200 ccm, max. Leistung 66 kW \/ 90 PS bei 7400 U\/min, max. Drehmoment 110 Nm bei 3950 U\/min, Sechsganggetriebe, Kette.<br \/>\nStahl-Zentralrohrrahmen mit Unterz\u00fcgen, USD-Gabel 47 mm mit 250 mm Federweg, Aluminium-Zweiarmschwinge, voll einstellbare \u00d6hlins-Federbeine mit Ausgleichsbeh\u00e4lter, 250 mm Federweg, Kurven-ABS. Reifen vorn: 90\/90-21, Reifen hinten: 150\/70 R 17, Sitzh\u00f6he: 870 mm, Tankinhalt: 16 Liter, Trockengewicht: 207 kg. H\u00f6chstgeschwindigkeit: k.A., Normverbrauch: 4,9 l\/100 km, Schadstoffklasse: Euro4, Preis: 14.550 Euro.<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Scrambler&#8220;, zu Deutsch &#8222;Kletterer&#8220;, hei\u00dfen seit den 1950er Jahren die leicht gel\u00e4ndeg\u00e4ngigen Motorr\u00e4der, die als Vorreiter sp\u00e4terer Offroad-Spezialisten wie Motocross oder Enduro gelten. 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