{"id":2217,"date":"2018-04-17T13:01:35","date_gmt":"2018-04-17T11:01:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/?p=2217"},"modified":"2019-12-30T13:34:33","modified_gmt":"2019-12-30T12:34:33","slug":"motorrad-testfahrten-ducati-scrambler-1100-monster-fuer-den-lifestyle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/2018\/04\/17\/motorrad-testfahrten-ducati-scrambler-1100-monster-fuer-den-lifestyle\/","title":{"rendered":"Motorrad-Testfahrten: Ducati Scrambler 1100 &#8211; Monster f\u00fcr den Lifestyle"},"content":{"rendered":"<p>Testfahrt mit dem Lifeystyle-Motorrad Ducati Scrambler 1100: Als Ducati vor drei Jahren seine legend\u00e4re Scrambler der 60er und 70er Jahre wiederbelebte, konnte niemand ahnen, wie erfolgreich der charmante Retro-Allrounder sein w\u00fcrde.<br \/>\nGar nicht so einfach, einen Mythos zu erkl\u00e4ren. Beispiel Ducati Scrambler: Seit den ersten Exemplaren von 1962 bis 1978 zieht sie ihren Reiz aus ihrer Vielseitigkeit. Kein Sportbike, keine Enduro, kein Streetfighter, kein Tourer. Aber von allem etwas und damit seit der Wiederauferstehung 2015 sehr erfolgreich. Allerdings war Ducatis Scrambler der Neuzeit mit 400 oder 800 Kubikzentimeter Hubraum bislang zu klein f\u00fcr Sitzriesen und zu schwach f\u00fcr PS-Junkies. Der neue gro\u00dfe Lifestyle-Allrounder Scrambler 1100 macht wenigstens einem dieser Mankos ein Ende, wie erste Testfahrten rund um Lissabon zeigen.<br \/>\nUrspr\u00fcnglich war die Einzylinder-Duc ein SUV auf zwei R\u00e4dern, vor allem f\u00fcr den US-Markt. Klassische Merkmale: H\u00f6hergelegter Auspuff, Stollenreifen und ein bequemer breiter Lenker. Die Zutaten sind weitgehend geblieben. Heute sind die Scrambler-Varianten mit 800 und 400 Kubik Ducatis meistverkaufte Modellreihe \u00fcberhaupt &#8211; ein Lifeystyle-Bike par excellance. Eine gro\u00dfe Srambler war \u00fcberf\u00e4llig: Die 1100er mit 86 PS &#8211; endlich gro\u00df genug, damit auch Biker \u00fcber 1,85 Meter damit entspannt durch die Gegend cruisen k\u00f6nnen.<br \/>\nBei ausgiebigen Motorrad-Testfahrten durch Lissabon und \u00fcber die umliegenden Landstra\u00dfen erweist sich die neue Ducati Scrambler 1100 als so vielseitig, wie man es von einem Scrambler erwartet, und so cool, wie das Ducati bereits mit den kleineren Modellen hinbekam. Sie f\u00e4hrt sich zwar weniger agil als die Scrambler 800, ist aber das deutlich erwachsenere Motorrad. Deshalb schlie\u00dft sie die bisher klaffende L\u00fccke zwischen Scrambler-Baureihe und dem klassischen Naked Bike Ducati Monster. Die Scrambler 1100 kostet in den drei Versionen Standard, Special und Sport 12.990, 14.290 oder maximal 14.990 Euro &#8211; sehr stolze Preise f\u00fcr ein 86 PS-Bike. Als Retro-Beauty muss sich die Italienierin in dieser Preisklasse mit BMW R nineT (110 PS, 15.350 Euro) oder Triumph Thruxton R (97 PS, 14.800 Euro) messen. Trotz der Papierform mit relativ wenig PS: Unterm Strich schafft sie das.<br \/>\nBesonders wichtig bei Lifestyle-Motorr\u00e4dern: Die Reduktion aufs Wesentliche. Sie zeigt sich zum Beispiel in dem, was heutzutage meist &#8222;Display&#8220; genannt wird. Wichtige Infos sind digital, aber ein klassisches Rundinstrument beschr\u00e4nkt sich insgesamt aufs Wesentliche. Unter anderem: Tempo, Gang, Drehzahl, Tankstand und der ausgew\u00e4hlte Fahrmodus. Deren bietet die Scrambler 1100 ab Werk drei: &#8222;Active&#8220;, &#8222;Journey&#8220; und &#8222;City&#8220;, von denen letzterer die Leistung auf 75 statt 86 PS reduziert. Ebenfalls sehr wichtig: Die Materialauswahl. Nur f\u00fcnf wesentliche Teile sind aus Kunststoff, wie Projektleiter Rocco Canosa stolz betont: Die Airbox, der Sitz-Unterbau, das Elektronikgeh\u00e4use sowie das vordere und hintere Schutzblech &#8211; sonst geben Aluminium und Co. den Premium-Ton an. Vom m\u00f6glichst hochwertigen Eindruck weichen lediglich einige Details ab wie die etwas lieblos gestaltete Gabelbr\u00fccke oder die Schalter am Lenker.<br \/>\nReduktion herrscht auch beim Design. Der 27-j\u00e4hrige Designer Jeremy Faraud machte sich bereits mit der Ducati Scrambler Desert Sled einen Namen &#8211; eine 800er Variante mit gelungenen Anleihen bei der legend\u00e4ren Yamaha XT 500. Jetzt ist es Faraud und seinem fast durchwegs blutjungen Designer-Team \u00fcberzeugend gelungen, der Scrambler 1100 einen der Fahrzeuggattung angepassten, aber erwachseneren Anstrich zu verpassen.<br \/>\nDeutlich erwachsener f\u00fchlt sie sich insgesamt an &#8211; wenn sie sich auch nicht so agil f\u00e4hrt wie die kleinere Modellschwester mit 800 Kubikzentimeter. Erste angenehme \u00dcberraschung beim Anlassen des Motors: F\u00fcr die Scrambler 1100 hat Ducati seinen altgedienten luftgek\u00fchlten Zweiventil-Motor aus der Monster auf Euro4 getrimmt. Die Spitzenleistung ist dabei zwar von bis zu 110 auf 86 PS abgesunken, doch der Fahrspa\u00df ist geblieben. Der 1,1-Liter-V2 meldet sich lautstark, aber unaufdringlich zum Dienst. Er brabbelt und pladdert, wie es Fans des klassischen L-Twins aus Bologna so m\u00f6gen. Und vor allem im Schiebebetrieb unter Last, also etwa bergab, poltert er vor sich hin und macht damit Ducatis traditionellem Motorkonzept alle Ehre. Druckvoll, aber geschmeidig geht er stets zu Werke. \u00dcber E-Gas und dank weiterer moderner Motorelektronik mit MotoGP-Know-how dr\u00fcckt er seine Kraft jederzeit berechenbar auf die Kette. Das breite Drehmoment-Plateau passt zum Bike &#8211; zwischen 4.500 und 6.500 U\/min liegt praktisch konstant die maximale Schubkraft an.<br \/>\nDie Standardeinstellung des Fahrwerks f\u00fchlt sich f\u00fcr Leichtgewichte relativ hart an. Aber vorne wie hinten gibt es umfangreiche M\u00f6glichkeiten zum Einstellen und Korrigieren. Der Kniewinkel ist f\u00fcr Menschen \u00fcber 1,90 m etwas eng, der Rest passt auch f\u00fcr Riesenbiker. Der Breite Lenker f\u00fchlt sich an wie ein Pr\u00e4zisionswerkzeug, mit dem der Ducatista auf seiner Scrambler Feinstarbeit verrichten kann. Dabei verf\u00fchrt die Armhaltung zum wild wirkenden Ausfahren der Ellbogen. Die von uns gefahrene Ducati Scrambler 1100 Special rollt auf schwarzen Speichenr\u00e4dern, mit Chrom-Auspuff, Aluminium-Schutzblechen, geb\u00fcrsteten Schwingen, goldenen Gabelrohren sowie einem etwas niedrigerem Lenker und brauner Sitzbank. Die Farbe &#8222;Custom Grey&#8220; ist exklusiv ihr vorbehalten. Bereits die darunter liegende Scrambler 1100 Standard hat eine USD-Gabel von Marzocchi, Kayaba-Federbein und schwarze Gussr\u00e4der.<br \/>\nBei der teuersten Scrambler 1100 Sport kommen unter anderem hochwertige Fahrwerks-Komponenten von \u00d6hlins hinzu. Bei ihr klettert der stolze Preis ab Mitte April bis auf knapp 15.000 Euro &#8211; drei Fahrmodi und Kurven-ABS von Bosch inklusive. F\u00fcr diesen Preis w\u00e4re noch etwas mehr Detailliebe zu erwarten gewesen. Und die Lust nach mehr PS d\u00fcrfte bei einigen Scrambler-Fans anhalten, denn die 86 PS der 1100 sind zwar extrem gut fahrbar, rei\u00dfen aber keinen Sportfahrer vom Hocker. Trotzdem: Insgesamt ist die Scrambler 1100 ein \u00fcberzeugender Lifestyle-Allesk\u00f6nner im Retro-Look, der die Fahne des polternden V2-Motors aus Borgo Panigale hochh\u00e4lt. Ralf Sch\u00fctze\/mid<br \/>\nBildquelle: Ducati, ildunterschrift: mid Lissabon &#8211; Die neue gro\u00dfe Scrambler 1100 von Ducati f\u00e4hrt sich nicht ganz so agil wie ihre 800er Modellschwester, ist aber das deutlich erwachsenere Motorrad.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Testfahrt mit dem Lifeystyle-Motorrad Ducati Scrambler 1100: Als Ducati vor drei Jahren seine legend\u00e4re Scrambler der 60er und 70er Jahre wiederbelebte, konnte niemand ahnen, wie erfolgreich der charmante Retro-Allrounder sein &hellip; <a href=\"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/2018\/04\/17\/motorrad-testfahrten-ducati-scrambler-1100-monster-fuer-den-lifestyle\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eMotorrad-Testfahrten: Ducati Scrambler 1100 &#8211; Monster f\u00fcr den Lifestyle\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2217","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2217","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2217"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2217\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2218,"href":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2217\/revisions\/2218"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2217"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2217"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.workerwheels.de\/wwcms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2217"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}