Mit dem Motorrad fit in den Frühling

Vor den ersten Touren sollten Biker sich und ihr Fahrzeug gut vorbereiten. Neben funktionierender Technik und guter Sicherheitsausrüstung ist aber auch gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr notwendig. Das sollten Sie beachten.

Vor der ersten Fahrt: Technik gründlich checken

  • Das Motorrad gründlich reinigen und auf Fehler oder Roststellen überprüfen.
  • Batterie prüfen, ist sie ausreichend gefüllt und geladen?
  • Motoröl, Bremsflüssigkeit und Kühlmittel überprüfen und bei Bedarf nachfüllen.
  • Lichtanlage und elektronische Anlage, z.B. Kupplungs- und Seitenständerschalter, testen.
  • Antriebskette korrekt spannen und schmieren.
  • Bremsbeläge und Bremswirkung prüfen.
  • Profilzustand und Luftdruck der Reifen prüfen.
  • Wer in der beginnenden Saison mehr Motorrad fahren möchte als bisher, sollte auf das Reifenherstellungsdatum achten. Liegt es fünf Jahre oder mehr zurück, sollte der Reifensatz ausgetauscht werden.
  • Eventuelle Mängel vor Fahrtbeginn reparieren lassen.
  • Gegebenenfalls die Schwimmerkammern der Vergaser entleeren. Benzinhahn öffnen und frischen Kraftstoff in den Vergaser füllen.

Auf die richtige Motorradkleidung kommt es an

Die Voraussetzung für sicheres Motorradfahren ist die richtige Kleidung. Neben Helm und Handschuhen sind eine warme Kombi sowie Nierengurt bzw. Rückenprotektor zu empfehlen. Kontrastreiche Kleidung macht Motorradfahrer für andere Verkehrsteilnehmer besser sichtbar. Ihr Anti-Beschlag-Visier sollten Sie auf Kratzer untersuchen und gegebenenfalls austauschen.

Tipps für die erste Fahrt

Nicht nur die Maschine braucht nach der Winterpause eine Auffrischung, auch der Fahrer sollte nicht ohne Vorbereitung wieder aufsteigen. Wichtig ist, dass Sie sich vor Saisonbeginn wieder mit Ihrem Motorrad vertraut machen. Die erste Fahrt sollten Sie auf einer wenig befahrenen Straße durchführen, um die Bremsen nochmals im Fahrbetrieb zu testen und das Fahren in Schräglage oder das Ausweichen wieder aufzufrischen. Denken Sie daran, dass nach der langen Winterpause auch die eigene Fitness oft noch zu wünschen übrig lässt. Also lassen Sie es lieber etwas ruhiger angehen. Lange und anspruchsvolle Ausflüge wie Berg- und Passfahrten sollten Sie anfangs vermeiden.

Autofahrer haben Motorradfahrer noch nicht im Blick

Nicht nur Motorradfahrer müssen sich wieder ans Fahren und an ihre Maschine gewöhnen, auch für Autofahrer ändert sich nun die Verkehrslage. Bei den ersten Ausflügen sollten Zweiradfahrer deshalb möglichst defensiv fahren, denn oftmals unterschätzen Autofahrer ihre Geschwindigkeit und ihr Beschleunigungsvermögen noch. Für viele Autofahrer ist es schwierig, sich bei Ausweich- und Bremsmanövern in die Motorradfahrer hineinzuversetzen. Darum sollten alle Verkehrsteilnehmer zu jeder Zeit rücksichtsvoll und vorausschauend fahren.

Eine defensive Fahrweise ist auch deshalb angebracht, weil es vor allem in Waldstücken und auf Brücken morgens noch feuchte und eisglatte Straßenabschnitte geben kann. Vielerorts sind die Straßenoberflächen durch den Frost aufgerissen, sodass sich zum Teil große und tiefe Schlaglöcher bilden. Diese sowie liegen gebliebener Rollsplitt können für Zweiradfahrer gefährlich werden.

Neue Motorrad-Trainings für sicheren Fahrspaß

Die Teilnahme an einem Motorradtraining ist ein idealer Start in die Motorradsaison. Seit 2018 warten neben den bekannten ADAC Motorrad-Trainings vier „BMW Motorrad RIDES powered by ADAC“-Trainings auf alle Biker. Die Programme werden bundesweit auf ADAC Trainingsanlagen angeboten. Mit den „BMW Motorrad RIDES powered by ADAC“ ist für Anfänger und Profis Sicherheit und Fahrspaß garantiert. Die Trainings finden für Kleingruppen zwischen 6 und 12 Personen auf verschiedenen aktuellen BMW-Motorrad-Modellen statt. Erfahrene Instruktoren des ADAC sorgen für das optimale Verhältnis von Lernen und Spaß.

Section Control: Rechtsstreit um neues Messverfahren

Während in anderen Ländern bereits seit Jahren Section Control zur Tempoüberwachung im Einsatz ist, ist es in Deutschland rechtlich umstritten. Das Pilotprojekt auf der B6 wurde daher gerichtlich überprüft und bis auf weiteres gestoppt.

Der Streckenradar auf der B6 steht auf dem Prüfstand.

Was ist Section Control eigentlich?

Section Control ist ein in Deutschland neues Verfahren zur Geschwindigkeitskontrolle. Dabei wird nicht das Tempo eines Fahrzeugs an einer bestimmten Stelle erfasst, sondern dessen Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen zwei Messpunkten. Hierfür werden die Ein- und Ausfahrtzeitpunkte aller Fahrzeuge in dem Messabschnitt vollautomatisch registriert. Die Kennzeichen der einfahrenden Fahrzeuge werden laufend mit den Kennzeichen der ausfahrenden Wagen verglichen. Stimmen diese überein, so wird die Fahrtzeit ermittelt und die Durchschnittsgeschwindigkeit berechnet.

Anforderungen des Datenschutzes

Die automatische Erfassung aller Kfz-Kennzeichen (personenbezogene Daten) durch optische Zeichenerkennung (ANPR) betrifft die informationelle Selbstbestimmung der Autofahrer. Ohne entsprechenden Anfangsverdacht wäre dieser Grundrechtseingriff nicht zu rechtfertigen.

Um den Datenschutzanforderungen zu genügen, wird die Zeichenfolge mit einer kryptologischen Hashfunktion verschlüsselt, so dass kein Rückschluss auf das Kennzeichen beim Auslesen des Datensatzes möglich ist. Anschließend werden nur mehr die berechneten Hashwerte am Ein- und Ausfahrtquerschnitt verglichen. Die Bilder vom Ein- und Ausfahrtquerschnitt werden anonymisiert, verschlüsselt und nach kurzer Zeit wieder gelöscht, sofern kein Geschwindigkeitsverstoß vorliegt. Somit sind während der Messung keine Rückschlüsse auf das Fahrzeug oder personenbezogene Daten möglich.

Um im Fall eines festgestellten Verstoßes den Fahrer für den Bußgeldbescheid ermitteln zu können, wird das Fahrzeug vergleichbar zu bisherigen Radarkontrollen, am Ende des kontrollierten Streckenabschnitts zusätzlich noch von vorne fotografiert.

Geänderte Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat seine bisherige Rechtsauffassung geändert und entschieden, dass die ausnahmslose Erfassung aller Kennzeichen zu Kontrollzwecken stets eine Datenerhebung und damit einen Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt (Az. 1 BvR 2795/09 u.a.). Bereits das Scannen sei freiheitsbeeinträchtigend. „Zur Freiheitlichkeit des Gemeinwesens gehört es, dass sich die Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich fortbewegen können, ohne dabei beliebig staatlich registriert zu werden“, heißt es in einem der Beschlüsse des BVerfG.

Verwaltungsgericht hat das Pilotprojekt gestoppt

Das Verwaltungsgericht Hannover hat am 12.3.2019 dem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung (Az.  7 B 850/19) sowie einer Klage (Az. 7 A 849/19) stattgeben, mit denen der Antragsteller und Kläger begehrte, dass das Land Niedersachsen es unterlässt, Geschwindigkeitskontrollen mittels der Anlage „Section Control“ auf der B6 in Laatzen zwischen den Anschlussstellen Gleidingen und Laatzen durchzuführen. Dabei hat sich das Gericht auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes bezogen.

Gegen die Entscheidungen kann das Land Niedersachsen bezüglich der einstweilige Anordnung in die Beschwerde gehen, zudem hat die Kammer im Klageverfahren die Berufung zugelassen.

Die Anlage wurde bis auf weiteres abgeschaltet.

Motorrad-Fahrtraining für Einsteiger, Wiedereinsteiger, Offroad-Fahrer…

Motorrad-Fahrtraining für Einsteiger wie Wiedereinsteiger, für Offroad-Fahrer, Rennstrecken-Neulinge und für Roller-Piloten. Spaß und Sicherheit unter einem Hut – oder vielmehr unter einem Helm: Autohersteller Honda und der ADAC Hessen-Thüringen bieten auch 2019 speziell zugeschnittene Fun & Safety-Fahrtrainings an. Gedacht sind diese für alle Motorradfahrer, Einsteiger wie Wiedereinsteiger, für Offroad-Fahrer, Rennstrecken-Neulinge und für Roller-Piloten.

Gefahren wird auf dem Testgelände der Honda-Akademie im hessischen Erlensee, und zwar in Gruppen von maximal zehn Personen unter Anleitung erfahrener ADAC-Instruktoren.
„Zur Teilnahme wird lediglich der Motorradführerschein Klasse A benötigt“, heißt es bei Honda. Die Motorräder und bei Bedarf auch die Schutzausrüstung werden gestellt. Zur Auswahl steht die Mittelklasse-Palette von Honda: NC750S und NC750X mit Schalt- oder DCT-Doppelkupplungsgetriebe, der Roller X-ADV sowie die Modelle CMX 500 Rebel, CB500F, CB500X und CBR500R. Auch die CB650R und die CBR650R sind je nach gewähltem Kurs verfügbar.
Die Kosten für ein Fun & Safety Motorrad-Training betragen 125 Euro pro Teilnehmer.
Für 199 Euro pro Nase wird das Fun & Safety Adventure-Training im Gelände angeboten. Und Rennstrecken-Atmosphäre können die Teilnehmer am Honda Fun & Safety-Racing für 299 Euro inklusive der Bereitstellung einer CBR1000RR Fireblade SP-2 schnuppern.

Rückruf Yamaha 2: Mögliches Absterben des Motors im Leerlauf oder bei niedrigen Drehzahlen

Bei den oben genannten Fahrzeugen kann es dazu kommen, dass der Motor bei Leerlaufdrehzahl oder bei niedrigen Drehzahlen plötzlich abstirbt. Der Grund für das Absterben ist eine fehlerhafte Programmierung der Parameter der ECU (Motor-Steuergerät), die Einfluss auf den Leerlaufbereich haben. Da ein plötzliches Absterben des Motors, z.B. an einer Ampel oder beim Abbiegen mit geringer Geschwindigkeit, dazu führen kann, dass der Fahrer in eine gefährliche Fahrsituation gerät. Die Modifikation beinhaltet das Aufspielen einer neuen Software auf die ECU. Die Modifikation ist für den Kunden selbstverständlich kostenlos.

Typ: TMAX (XP530)

Bauzeitraum / Identnummer: 2017 – 2019
JYASJ141000000301 bis JYASJ141000004099 JYASJ142000000301 bis JYASJ142000011229 JYASJ145000000301 bis JYASJ145000019129

Rückruf Yamaha 1: Möglicher Riss des Antriebsriemens

Der Hersteller YAMAHA hat uns darüber informiert, dass es bei den oben genannten Fahrzeugen zu einem Riss des Antriebsriemens kommen kann. Der Grund für das Problem ist das gewählte Material, bzw. die Konstruktion des Riemens. Die Modifikation beinhaltet die Montage eines neuen, modifizierten Antriebsriemens. Diese Modifikation erfolgt für den Kunden selbstverständlich kostenlos.
Dauer: 35min

Betroffene Maschine: TMAX (XP530)

Bauzeit / Ident Nr.: 2017 – 2019
JYASJ141000000301 bis JYASJ141000003959 JYASJ142000000301 bis JYASJ142000010388 JYASJ145000000301 bis JYASJ145000017958

KTM Rückruf: Die 1290 Super Adventure muss in die Werkstatt

Motorradhersteller KTM ruft die 1290 Super Adventure der Modelljahre 2015 und 2016 in die Werkstatt. Wegen einer fehlerhaften Verschraubung der Tankabdeckung kann es bei den Motorrädern zu geringfügigem Benzinaustritt kommen.

Nach Überprüfung in der Werkstatt wird je nach Ergebnis ein Nachrüstsatz montiert oder der komplette Tank ausgetauscht.

Die betroffenen Halter werden angeschrieben, zudem kann auf der KTM-Internetseite im Bereich „Service“ nachgeschaut werden, ob das eigene Fahrzeug betroffen ist.

Es handelt sich um den zweiten Rückruf für das Modell.
Vor zweieinhalb Jahren waren die beiden Modelljahrgänge wegen eines undichten Federbeins in die Werkstatt beordert worden.

Motorradsaison 2019: Frühling lockt Motorradfahrer auf die Straße

Die Motorradsaison 2019 kann bald beginnen, denn mit dem Frühling wächst die Chance auf schönes Motorrad-Wetter.

Doch Fahrer, die ihrer Maschine einen Winterschlaf gegönnt haben, sollten es jetzt erst einmal bedächtig angehen lassen – der Sicherheit zuliebe. „Wer sich im Frühjahr nach der langen Winterpause wieder aufs Motorrad schwingt, muss sich mit seiner Maschine wieder gut vertraut machen“, sagt Achim Kuppinger, Motorradexperte bei Dekra. „In Sachen Gleichgewicht, Koordination, Beschleunigung und Geschwindigkeit stellt das Motorrad andere Anforderungen als der eigene Pkw.“ Daran müsse man sich nach der Pause wieder langsam gewöhnen.
Manche Biker läuten die neue Saison daher mit Übungen auf einem vom öffentlichen Verkehr getrennten Gelände ein. Bei Bremstests, Slalom und Achterfahren können sie hier gefahrlos ihr Gefühl für die Maschine auffrischen. Noch umfassender bereitet ein Motorrad-Sicherheitstraining den Fahrer auf die neue Saison vor.
Dies ist vor allem auch jenen zu empfehlen, die nach einer noch längeren Bike-Pause von einigen Jahren wieder neu durchstarten wollen. An diese Gruppe richten sich auch spezielle Wiederaufsteiger-Trainings von Automobilclubs und Herstellern, bei denen man die nötige Routine erwerben kann, um den Kopf für vorausschauendes Fahren frei zu bekommen. Eine andere Möglichkeit bieten ein paar Stunden bei einer Fahrschule.
Eine Rolle spielen auch andere Verkehrsteilnehmer: „Motorradfahrer müssen auch daran denken, dass Autofahrer im Frühjahr noch nicht wieder auf die schnellen Bikes mit starker Beschleunigung eingestellt sind und häufig überrascht reagieren“, sagt Kuppinger. „Jeder Motorradfahrer ist auch Autofahrer, und kennt das Problem aus der anderen Perspektive.“ Hier heiße es: „Kopf einschalten und aktiv auf die anderen achten.“ Kraftradler sollten vor allem auf Kreuzungen mit mehr Vorsicht zufahren und beim Überholen darauf achten, ob der Autofahrer den Motorradfahrer gesehen hat.

Motorradmarke Honda bietet Nachlass auf die Fireblade

Honda Deutschland bietet die CBR1000RR Fireblade des Modelljahres 2018 mit Nachlässen an. Die Standard-Variante inklusive eines Quickshifters ist zum Aktionspreis von 15.990 Euro inklusive Überführung zu haben. Das entspricht einer Ersparnis von 2.300 Euro.

Die CBR1000RR Fireblade SP kostet 18.990 inklusive Überführung, was 4.000 Euro Ersparnis bedeutet.
Die für Rennsport sowie weiteres Tuning vorbereitete CBR1000RR SP-2 ist mit 21.990 Euro inklusive Überführung 5.000 Euro günstiger kalkuliert.